Mädchen kommt mit diesem Tier aus dem Wasser, doch sie weiß nicht, dass sie den Tod in den Händen hält

Sydney - Ein kleines Mädchen läuft freudestrahlend aus dem Wasser eines Strandes im australischen Sydney. In ihren Händen hält sie ein hübsches, kleines Tierchen, das eine blaue Farbe besitzt.

Julia Tattam und ihre Tochter Amy beim Zähneputzen. Das Kind begab sich in tödliche Gefahr.
Julia Tattam und ihre Tochter Amy beim Zähneputzen. Das Kind begab sich in tödliche Gefahr.  © Screenshot/Instagram/julietattambodyart

Ganz aufgeregt rennt sie zu ihrer Mutter, um ihr zu zeigen, welch eindrucksvolles Tier sie da aus dem Wasser gefischt hat.

Doch statt purer Freude, bricht bei Julie Tattam Panik aus. Und das völlig zurecht! Denn was ihre Tochter Amy (11) da in den Händen hält, könnte sie innerhalb weniger Minuten ins Koma versetzen, später sogar töten!

"Schau Dir diesen tollen Oktopus an, ich habe ihn in seinem Panzer gefangen", sagt das Mädchen zu ihrer Mutter, wie Yahoo7 berichtet.

"Sie lief den ganzen Weg vom Wasser zum Strand hinauf mit dem Tier in ihrer Hand, das dabei begann, aus seinem Panzer in Richtung ihrer Hand zu krabbeln. Also ließ sie ihn auf einen Felsen fallen", beschreibt Julie die Situation.

Zum Glück! Denn als die Mutter das Tier inspiziert, bemerkt sie, dass es sich um einen Blauring-Oktopus handelt. Das Tier ist hoch giftig und kann durch einen Biss zum schnellen Tod eines Menschen führen.

Diesen Blauring-Oktopus fischte die Schülerin aus dem Meer in Sydney.
Diesen Blauring-Oktopus fischte die Schülerin aus dem Meer in Sydney.  © Screenshot/Facebook/JulieTattam

"Ich war so entsetzt und besorgt, also googelte ich schnell nach dem Tier und war entsetzt, was ich da lesen musste", so Julie weiter. Denn wenn ein Mensch von dem kleinen Tier gebissen wird, kann der Tod innerhalb kurzer Zeit eintreten.

"Wir waren 15 Minuten Fußweg von unserem Auto entfernt. Zum nächsten Krankenhaus hätten wir mindestens ebenfalls 15 bis 20 Minuten gebraucht", fuhr die Mutter fort.

Der Blauring-Oktopus besitzt das Nervengift Tetrodotoxin (TTX). Es wird durch Bakterien produziert, die sich im Darm und den Speicheldrüsen des Tieres befinden. Innerhalb von zwei Stunden kann es zu Lähmungen kommen. Dann sind dann die Brustmuskulatur und das Zwerchfell betroffen. In der Folge können ein Atemstillstand und Herzkammerflimmern auftreten.

In der Regel werden Patienten dann beatmet, bis die Wirkung des Giftes nachlässt. Kommt die Hilfe aber zu spät, dann kann das Nervengift Folgeschäden anrichten oder im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Dass der Oktopus, den das Mädchen in der Hand hielt, punktuell bereits blaue Farbe angenommen hatte, war kein gutes Zeichen. Denn dann sind die kleinen Tierchen bereits im Alarmzustand, fühlen sich bedroht und die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich durch einen Biss wehren, steigt.

Julie postete ein Foto auf Facebook, um anderen Kinder und ihre Eltern davor zu warnen, den Blauring-Oktopus in die Hand zu nehmen. "Gott sei dank, hat es sie nicht gebissen. Meine Jungs hätten das Gleiche getan", schrieb eine besorgte Mutter.


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