Symbolische Bundestagswahl: Kampagne soll Migranten Stimme geben

Viele Migranten lernen die Parteien und das Wahlsystem besser kennen. (Symbolbild)
Viele Migranten lernen die Parteien und das Wahlsystem besser kennen. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Bei einer symbolischen Bundestagswahl dürfen Ausländer in Berlin über die Kandidaten der Parteien abstimmen.

Der Bezirk Mitte will mit der Aktion für die politische Beteiligung von Migranten werben. "Das Ziel ist es, die Teilhabe von Migranten sicherzustellen und zu verbessern", erklärte Bezirksstadträtin Sandra Obermeyer am Montag.

Fast ein Drittel der Einwohner des Bezirks sei aufgrund der Staatsangehörigkeit nicht wahlberechtigt.

"Das Thema soll auch von Menschen, die nicht wählen gehen dürfen, ernst genommen werden. Sie sollen sich eingeladen fühlen, sich politisch zu engagieren", wie Karin Al-Shraydeh vom Verein Wendepunkt, der ein Wahllokal zur Verfügung stellt, dem rbb sagte.

Damit auch Migranten eine Chance haben, ihre Stimme abzugeben, durften sie bei der "Symbolwahl" teilnehmen. (Symbolbild)
Damit auch Migranten eine Chance haben, ihre Stimme abzugeben, durften sie bei der "Symbolwahl" teilnehmen. (Symbolbild)

Bis einschließlich Sonntag können sie nun in mehr als 20 Wahllokalen ihre Stimme abgeben. Die Ergebnisse der Symbolwahl werden am 20. September bekanntgegeben.

Die Aktion erfolgt im Rahmen einer deutschlandweiten Kampagne namens "Hier lebe ich - Hier wähle ich". Migranten-Organisationen hätten die Teilnahme des Bezirks angeregt, sagte Obermeyer.

So auch Al-Shraydeh, der von der Aktion sowie Botschaft, die dahinter steckt, begeistert ist. Schließlich ginge es auch darum, eine politische Diskussion anzuregen: "Wer ist berechtigt, Politik überhaupt mitzugestalten?"

Bei der Bundestagswahl dürfen nur Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft abstimmen. Mehreren Millionen in Deutschland lebenden Menschen bleibt damit der Urnengang am 24. September verwehrt.


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