Trauer vor Hamburger Synagoge, Polizei verstärkt Präsenz im Norden

Hamburg/Kiel - Nach dem schrecklichen Anschlag auf die Synagoge in Halle haben Menschen vor dem jüdischen Gotteshaus in Hamburg ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht.

Blumen und Kerzen liegen in Gedenken an die Opfer in Halle vor der Synagoge in Hamburg.
Blumen und Kerzen liegen in Gedenken an die Opfer in Halle vor der Synagoge in Hamburg.  © Carola Große-Wilde/dpa

Vor der Synagoge in Eimsbüttel lagen am Donnerstagmorgen Blumen und Kerzen.

Schon am Mittwochabend waren Bürger zu der Synagoge gekommen, um der Gemeinde ihr Beileid zu bekunden. Die Polizei hatte nach den tödlichen Schüssen in Halle ihre Präsenz vor dem Hamburger Gotteshaus verstärkt.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zeigte sich von dem Anschlag in Halle bestürzt und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

"Stellvertretend für alle jüdischen Mitbürger habe ich gerade Rabbiner Bistritzky und der jüdischen Gemeinde in Hamburg meine Solidarität bekundet und alles Gute gewünscht", twitterte er am Mittwochabend.

Ein schwerbewaffneter mutmaßlicher Rechtsextremist hatte zuvor in Halle versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten (TAG24 berichtete).

Sein Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben soll.

Nach dem Anschlag haben auch die Behörden in Schleswig-Holstein ihre Vorkehrungen verschärft. Der Schutz jüdischer Einrichtungen stehe ohnehin im besonderen Fokus der Polizei, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Donnerstag auf Anfrage. "Unsere Polizei hat die Maßnahmen lageangepasst intensiviert."

Der verabscheuungswürdige Angriff auf das friedliche Zusammenleben der Gesellschaft sei natürlich auch in Schleswig-Holstein Anlass für eine intensive Lagebewertung durch die Sicherheitsbehörden, sagte Grote.

Polizisten patrouillieren vor der jüdischen Synagoge in Hamburg im Stadtteil Eimsbüttel.
Polizisten patrouillieren vor der jüdischen Synagoge in Hamburg im Stadtteil Eimsbüttel.  © Axel Heimken/dpa

Titelfoto: Montage: Carola Große-Wilde/dpa, Axel Heimken/dpa

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