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Unterstützung für Wiederaufbau der zerstörten Synagoge wächst

Breite politische Zustimmung zu Wiederaufbau von Synagoge in Hamburg

Die nach den Novemberpogromen von 1938 abgerissen Hauptsynagoge am Bornplatz im Hamburger Grinderviertel könnte bald wiederaufgebaut werden.

Hamburg - Es wirkt wie eine besonders kräftige Antwort auf den antisemitischen Anschlag von Halle: Der Hamburger Landesrabbiner Shlomo Bistritzky hat sich dafür ausgesprochen, die nach den Novemberpogromen von 1938 abgerissene Hauptsynagoge der Hansestadt wieder aufzubauen.

Landesrabbiner Shlomo Bistritzky steht auf dem Joseph-Carlebach-Platz in Hamburg, wo bis 1939 die Synagoge stand.
Landesrabbiner Shlomo Bistritzky steht auf dem Joseph-Carlebach-Platz in Hamburg, wo bis 1939 die Synagoge stand.

Der Vorstoß stößt in der Hamburger Politik auf einhellige Zustimmung. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat seine Unterstützung bekundet.

Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) stellt der Bund jetzt 600.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung.

Über den Wiederaufbau werde diskutiert, seit er vor 16 Jahren aus Israel in die Heimatstadt seines Großvaters zog, sagt Bistritzky. Jetzt sei die Zeit reif.

Die Zahl der Gemeindemitglieder lag im vergangenen Jahr bei rund 2400 Mitgliedern. Der Rabbiner betont: "Die Gemeinde wächst." Der Anteil der Jüngeren nehme zu.

Die 2007 wiedereröffnete jüdische Schule platze aus allen Nähten. Erstmals werden dort Schüler im kommenden Jahr ihr Abitur machen. In dem Schulgebäude ist auch ein Teil der Gemeindeverwaltung untergebracht.

Seit 1960 gibt es in Hamburg eine neue Synagoge im Stadtteil Eimsbüttel. An hohen Feiertagen wie dem Pessachfest reiche sie aber nicht aus. Dann feiert die Gemeinde in einem Hotelsaal.

Rabbiner will Museum in wiederaufgebauter Synagoge

Menschen gedenken am Platz der alten Synagoge den jüdischen Opfern der Pogromnacht von 1938. (Archivbild)
Menschen gedenken am Platz der alten Synagoge den jüdischen Opfern der Pogromnacht von 1938. (Archivbild)

Abgesehen von den praktischen Erwägungen gibt es für den Rabbiner einen sehr wichtigen Grund für den Wiederaufbau: "Ich persönlich möchte nicht unsere ganze Zukunft nur auf die Zerstörung bauen."

Auch 70 bis 80 Jahre nach dem Krieg müsse die Erinnerung an die Novemberpogrome bewahrt werden. Aber nach seinem Eindruck werde der 9. November zunehmend als Tag des Mauerfalls gefeiert.

Die wiederaufgebaute Synagoge sollte nach Ansicht von Bistritzky ein Ort der Begegnung sein. Die Gemeinde brauche nicht Platz für 1200 Gottesdienstbesucher, den die Bornplatz-Synagoge einst geboten habe. Ein Raum für 500 Gläubige würde reichen.

Das Gebäude könnte darum auch als ein "lebendiges Museum" dienen, in dem die 400-jährige Geschichte der Juden in Hamburg und ihre Gegenwart gezeigt werden. Zweck des Museums wäre zugleich: "Wir geben den Menschen die Möglichkeit, mit uns zu sprechen und zu sehen, wer wir sind", sagt der Rabbiner.

Der neoromanische Sakralbau war die größte Synagoge Norddeutschlands. Nach einer Verwüstung und Brandstiftung während der Pogrome im November 1938 wurde sie im Jahr darauf zwangsweise abgerissen.

Zwei Thorarollen sind vermutlich im Ausland

Auf dem Transparent hinter Shlomo Bistritzky ist die zerstörte Bornplatz-Synagoge aufgezeichnet. (Archivbild)
Auf dem Transparent hinter Shlomo Bistritzky ist die zerstörte Bornplatz-Synagoge aufgezeichnet. (Archivbild)

Auf dem Bornplatz ließen die Behörden im Zweiten Weltkrieg einen Hochbunker errichten, der heute als Universitätsgebäude dient.

Der Platz davor ist heute nach Rabbiner Joseph Carlebach benannt, den die Nationalsozialisten 1941 nach Riga deportierten und ermordeten. 1988 wurde der Grundriss des Synagogengewölbes im Pflaster markiert.

Der für das Grindelviertel einst prägende Bau hat möglicherweise noch andere Spuren hinterlassen - aus jüdisch-religiöser Sicht sogar die wichtigsten. Zwei Thorarollen befänden sich vermutlich in Australien und den USA, sagt Bistritzky.

Schon Monate vor der aktuellen Diskussion über einen Wiederaufbau habe er von einer Frau aus Sydney erfahren, dass ihr Großvater bei der Flucht aus Deutschland 1939 eine Rolle mit nach Australien genommen habe.

Sie werde heute in einer Synagoge von Sydney verwahrt. Die zweite Rolle sei im Museum of Jewish Heritage in New York.

Hamburger sind für den Wiederaufbau der Synagoge

Innenansicht der Synagoge Hohe Weide in Hambur (Archivbild)
Innenansicht der Synagoge Hohe Weide in Hambur (Archivbild)

Ob die Schriften der fünf Bücher Mose tatsächlich aus der Bornplatz-Synagoge stammen, müsse noch untersucht werden. Dies stehe auf einem sogenannten Mantel, der aber während des Krieges vertauscht worden sein könnte.

Sicher in Hamburg weiß Bistritzky eine sogenannte Thorakrone, die auf die Rolle gesetzt wird. Sie befinde sich bei einem Hamburger Antikhändler, der bereit sei, sie der Gemeinde zu verkaufen. Die Krone stamme zweifellos aus der Synagoge am Bornplatz, wie aus einer Widmung hervorgehe.

Die Gemeinde selbst bewahrt weiteren Thoraschmuck aus dem zerstörten Gotteshaus auf, unter anderem ein in Leder eingebundenes Gebetbuch.

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Radio Hamburg ergab einerseits, dass über die Hälfte der Hamburger Wähler - 56 Prozent - der Meinung sind, in ihrer Stadt werde bereits genug für Juden getan.

Andererseits: Rund 60 Prozent der vom Marktforschungsinstitut Trend Research online der Befragten finden, dass Juden und jüdische Einrichtungen besser geschützt werden müssen und dass die Synagoge im Grindelviertel wieder aufgebaut werden sollte.

Fotos: dpa/Axel Heimken, dpa/Christian Charisius, Fotomontage: dpa/Christian Charisius, dpa/Axel Hei

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