Kanzlerin schließt deutschen Militäreinsatz in Syrien aus

Berlin - Die USA oder Frankreich haben Deutschland laut Außenminister Heiko Maas (SPD) bisher nicht aufgefordert, sich an einem möglichen Militärschlag in Syrien zu beteiligen. Kanzlerin Merkel schließt diesen aus!

Außenminister Heiko Maas (51, SPD) mit seinem irischen Amtskollegen Simon Coveney (45) in Dublin.
Außenminister Heiko Maas (51, SPD) mit seinem irischen Amtskollegen Simon Coveney (45) in Dublin.  © DPA

"Bisher gibt es keine Anforderung an Deutschland", sagte der neue Bundesaußenminister Heiko Maas (51) am Donnerstag bei seinem Antrittsbesuch in der irischen Hauptstadt Dublin.

Er betonte aber, dass sich die westlichen Verbündeten in dieser Frage nicht auseinanderdividieren lassen dürften.

"Wenn man den Druck auf Russland aufrecht erhalten will, dann können die westlichen Partner jetzt nicht auseinanderlaufen", mahnt Maas.

Damit deutete der Minister an, dass Deutschland einen Militärschlag zumindest politisch mittragen würde, wenn die drei großen Verbündeten USA, Frankreich und Großbritannien sich dafür entscheiden.

Kanzlerin Angela Merkel (63, CDU) mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Lokke Rasmussen (53) in Berlin.
Kanzlerin Angela Merkel (63, CDU) mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Lokke Rasmussen (53) in Berlin.  © DPA

Währenddessen schloss Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU) eine Beteiligung an einem Militärschlag in Syrien aus:

"Deutschland wird sich an eventuellen - es gibt ja keine Entscheidung, ich will das nochmal deutlich machen – militärischen Aktionen nicht beteiligen."

"Aber wir sehen und unterstützen, dass alles getan wird, um Zeichen zu setzen, damit dieser Einsatz von Chemiewaffen nicht akzeptabel ist", so Merkel am Donnerstag beim Besuch des dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen (53) in Berlin.

Bei einem mutmaßlichen Giftgaseinsatz auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Duma in Ost-Ghuta am Samstag sollen nach Angaben der Hilfsorganisation Weißhelme mehr als 40 Menschen getötet worden sein.

Die USA machen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad (52) dafür verantwortlich und haben mit einem Militärschlag gedroht (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA

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