Sachsen-Störche im Kriegsgebiet abgeschossen

Der Grund für den Storchen-Schwund: Dürre und Krieg.
Der Grund für den Storchen-Schwund: Dürre und Krieg.

Dresden - In Syrien tobt seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg: Dieser forderte bisher nicht nur Tausende Menschenleben, sondern wirkt sich auch auf die sächsische Tierwelt aus - viele sächsische Weißstörche überleben den gefährlichen Überflug nicht.

„Im vergangenen Jahr gab es bei uns 342 Brutpaare in Sachsen“, erklärt Jan Schimkat (49), Chef des Naturschutzinstituts Dresden, das die Zahl der Vögel im Auge behält. „Ich rechne für dieses Jahr mit knapp über 300 Paaren.“

Der Grund für den Schwund: Dürre und Krieg. „Bei den besenderten Schrei-Adlern konnte festgestellt werden, dass viele über den Kriegsherden im Nahen Osten abgeschossen werden“, so der Experte. „Einige Störche nehmen dieselbe Route.“

Glücklicherweise kommen auch manche der Adebare über Gibraltar. Welchen Weg sie nehmen, liegt in den Genen. „Wir merken, dass seit dem Kriegsbeginn immer mehr Störche die Gibraltar-Route nehmen“, so Schimkat.

Foto: Jan Woitas


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