Streik beim NDR: Fällt die Tagesschau aus?

Hamburg - Der TV-Zuschauer muss ab Donnerstag auf dem NDR mit einem geänderten Programm rechnen. Die Gewerkschaft Ver.di hat ab Mitternacht zu einem 51-stündigen Streik aufgerufen.

Beschäftigte nehmen in Hamburg an einem Warnstreik teil. (Archivbild)
Beschäftigte nehmen in Hamburg an einem Warnstreik teil. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Dieser kann auch die Tagesschau und die Tagesthemen der ARD treffen.

Wie der NDR am Mittwochnachmittag dem Abendblatt mitteilte, wolle man versuchen, die Auswirkungen des Warnstreiks "so gering wie möglich zu halten." Programmänderungen seien aber nicht auszuschließen.

Die Gewerkschaft Ver.di rechnet bei dem Streik, der bis Samstagmorgen 3 Uhr andauern soll, mit mehreren Hundert Beschäftigten. Zuletzt hatten sich rund 400 Mitarbeiter im September an einem zeitweiligen Ausstand beteiligt.

Ver.di fordert sechs Prozent mehr bei Gehältern und Honoraren über eine Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot der Arbeitgeber liege derzeit für zwei Jahre bei je 2,25 Prozent. Gleiches gelte für die folgenden neun Monate, die aber am Finanzergebnis des Senders und die Höhe der Gebühren gekoppelt sind und daher gekündigt werden könnte.

Die Gewerkschaft orientiert sich bei ihre Forderungen am Ergebnis des öffentlichen Dienstes, wonach die Gehälter um rund acht Prozent für 33 Monate erhöht werden.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. November geplant.

Die Tagesschau mit Moderatorin Judith Rakers könnte dem Streik zum Opfer fallen. (Symbolbild)
Die Tagesschau mit Moderatorin Judith Rakers könnte dem Streik zum Opfer fallen. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dp

Titelfoto: Montage: Daniel Bockwoldt/dpa, Angelika Warmuth/dp

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