Tanker mit 1200 Tonnen Diesel an Bord läuft in Köln auf Grund

Köln - Ein Schiff hat sich am Montagabend (12. November) gegen 23.45 Uhr auf dem Rhein in Köln in Höhe des Schokoladenmuseums festgefahren.

Der Tankschubleichter konnte bereits befreit werden.
Der Tankschubleichter konnte bereits befreit werden.  © Polizei Duisburg

Es handelt sich um einen sogenannten Schubverband: ein Tankmutterschiff, das von einem anderen Schiff gezogen wird. Das Tankmotorschiff und der Tankschubleichter waren auf dem Rhein in der Bergfahrt in Richtung Bonn unterwegs.

Der Rhein hat zurzeit extremes Niedrigwasser. Es sei niemand verletzt und das Schiff sei nicht kaputt, sagte am Dienstag Stefanie Bersin von der Wasserschutzpolizei in Duisburg.

Es trete nichts von der Ladung - 1200 Tonnen Diesel - aus und es bestehe keine Gefahr des Sinkens.

Nach ersten Untersuchungen am Morgen wurde der Schubverband gelöst. Mithilfe des Turnschiffs Avalon wird zurzeit das Motorschiff befreit.

Der Leichter ist schon frei und konnte selbstständig an der Mauer anlegen. Für die Dauer der Arbeiten wird der Schiffsverkehr in beiden Richtungen gesperrt.

Rheinpegel sorgt für Lieferengpässe bei Tankstellen

Schon seit Monaten sorgt das Niedrigwasser für Probleme - unter anderem führt der niedrige Rheinpegel zu Lieferengpässen bei den Tankstellen (TAG24 berichtete).

"In den Tanklagern entlang des Rheins kommt nicht genug Treibstoff an, weil die Tankschiffe nur noch halb so viel oder noch weniger Benzin und Diesel transportieren können", sagte ein Sprecher des Tankstellen-Branchenführers Aral in Bochum in der vergangenen Woche.

Die Transportkapazität der Schiffe sei nur zu einem Teil durch Lastwagen zu ersetzen.

Update, 15.04 Uhr

Der Schubverband ist seit Dienstagmittag wieder frei. Der Schiffsverkehr war für die Dauer von gut zwei Stunden gesperrt.

Insgesamt mussten elf Schiffe anhalten: fünf, die zu Tal (Richtung Düsseldorf) und sechs, die zu Berg (in Richtung Bonn) unterwegs waren.

Titelfoto: Polizei Duisburg


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