Taschenspieler und Trickbetrüger - Gängige Methoden beim Falschspiel

Deutschland - Gezinkte Karten und Tricks mit Chips: In landbasierten Spielhallen und Casinos begegnet man immer wieder Falschspielern, die sich mit raffinierten Methoden zu bereichern suchen.

Sofort kommt einem beim Thema Falschspiel Poker in den Sinn, doch auch bei anderen Glücksspielen versuchen Betrüger immer wieder, sich durch Manipulation einen Vorteil zu verschaffen. Doch wie gehen sie dabei vor?

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Scheinbar unglaubliches Glück

Unter den vielfältigen Methoden der Trickbetrüger finden sich raffinierte Vorgehensweisen aber auch ganz simple Täuschungen.

Weit weniger Möglichkeiten stehen den Betrügern online offen: Durch technisch ausgefeilte und wirksame Sicherheitsverfahren ist es bei den meisten Spielen so gut wie unmöglich ein Online Casino zu betrügen.

Vor Betrug durch Mitspieler und Gegner ist man also weitgehend geschützt. Sucht man sich über www.spielbanken.com einen vertrauenswürdigen Anbieter, kann man sich unbesorgt dem Spaß am Spiel hingeben.

In landbasierten Spielhallen kommt es tatsächlich manchmal vor, dass ein geschickter und erfolgreicher Falschspieler lange unentdeckt bleibt. Wer seinen sagenhaften Lauf am Kartentisch über einen langen Zeitraum fortsetzen will ohne entdeckt zu werden, muss über echtes Talent verfügen. Nur ein guter Trickbetrüger zu sein reicht nicht aus. Ein

unauffälliges Auftreten ist genauso wichtig, wie geschickte Finger.

Kartenspiele sind eines der populärsten Aktionsfelder der Falschspieler und das nicht nur in Casinos, sondern auch im privaten Kreis. Aber auch am Roulettetisch kann betrogen werden.

Die folgenden 7 Methoden der Falschspieler sind nur ein kleiner Ausschnitt aus deren breit gefächerten Repertoire:

Kartenspiele:

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Blind Shuffle

Beim sogenannten Blind Shuffle, etwa beim Poker-Spiel, wird falsch gemischt. Die Karten haben so eine bestimmte Position in dem nur scheinbar gut durchmischten Stapel. Man kann damit kontrollieren, welche Karten in der derzeitigen Runde im Umlauf sind und bestimmte Karten austeilen.

Die Mischmethode sollte unauffällig und schnell ausgeführt werden. Ein guter Trickbetrüger verbirgt seine große Fingerfertigkeit meist hinter dem Anschein der sorglosen Handhabung der Karten. Eine hohe Flexibilität in seinen Strategien erlaubt es ihm sich den jeweiligen Spielern anzupassen.

Second Deal

Das Falschabheben ist, wenn es von einem Könner ausgeführt wird, so gut wie unsichtbar. Beim Texas Hold‘em Poker oder auch beim Black Jack ist das Kontrollieren einiger weniger Karten der Schlüssel zum Erfolg. Um etwa die oberste Karte so lange zurückhalten, wie gewünscht, wird der Abhebevorgang geschickt verschleiert.

Beim Second Deal wird die zweite Karte von oben ausgeteilt. Der Daumen der linken Hand ragt ein wenig über die obere Schmalkante des Decks heraus. Wenn er nun die oberste Karte ein wenig zurückschiebt, kommt der Daumen mit der zweiten Karte in Berührung. Beide Karten werden der rechten Hand entgegen geschoben.

Dabei zieht der linke Daumen die Oberste wieder zurück auf das Deck. Die rechte Hand ergreift die zweite Karte und teilt aus.

Bottom Deal

Ein schwerer Griff, der hohe Geschwindigkeit voraussetzt, ist der Bottom Deal. Dabei teilt man die Karten von unten aus. Das Deck befindet sich in der linken Hand und man schiebt mit dem Daumen, wie üblich, die oberste Karte ein wenig nach außen. Gleichzeitig schiebt der Ringfinger die unterste Karte ebenso weit hervor, wie die oberste Karte.

Greift jetzt die rechte Hand zu, so zieht der linke Daumen die oberste Karte wieder auf den Stapel zurück. Gleichzeitig ergreift man mit rechtem Daumen und Mittelfinger die unterste Karte und teilt sie aus.

Gezinkte Karten

Eine klassische Methode zum Betrug ist das Markieren der Karten. Die Markierung lässt sich durch die Zusammenarbeit einer Gruppe von Falschspielern auch während des Spiels durchführen.

Während des Kartenspiels, etwa beim Baccarat, werden bestimmte Karten durch unauffällige Knicke oder andere Zeichen markiert und danach erst werden die Einsätze gesteigert.

Optisch leicht erkennbare Markierungen erhöhen das Risiko, entdeckt zu werden. Doch weichen raffinierte Betrüger auf ungewöhnliche Methoden aus, um ihr Ziel zu erreichen: Es wurden sogar Karten mit radioaktiven Substanzen markiert.

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Roulette:

Chipwechsel

Aufwendig, aber unauffällig: In den meisten Spielbanken erhält jeder Spieler an einem Roulettetisch Jetons in einer eindeutig identifizierbaren Farbe. Der Wert dieser Chips wird immer neu festgelegt. An anderen Tischen haben also die Jetons der gleichen Farbe einen anderen Wert.

Die Idee diese auszutauschen scheint simpel, setzt aber eine unauffällige Übergabe voraus. Ist ein geringwertiger Chip erfolgreich in der Tasche des Betrügers gelandet, kann er diesen seinem Partner an einem anderen Tisch übergeben. Wenn dort gleichfarbige Chips zu einem höheren Wert gespielt werden, kann der ihn dann entsprechend hoch auszahlen lassen.

Past Posting

Eine raffinierte und effektive Methode ist das Past Posting oder der Pousette-Betrug:

Der Croupier wird beim Fallen der Kugel so abgelenkt, dass noch heimlich höhere Beträge auf die in diesem Moment bekannt werdende Zahl gesetzt werden können.

Dabei platziert der Trickbetrüger in diesem unbeobachteten Moment Chips aufs Tableau, während das Ergebnis bereits feststeht. Videoaufzeichnungen können den Falschspielern hier das Handwerk legen, doch manchmal gelingt es sehr geschickten Trickbetrügern immer noch mit dieser “alten” Masche durchzukommen.

Sector Targeting

Eine hochmoderne Methode kam in einem Londoner Casino 2014 zum Einsatz: Bis heute konnte das genaue Vorgehen der Betrüger nicht ganz durchschaut werden.

Es wurde vermutet, dass jeder der drei Trickster dank eines Laser Scanners im Smartphone imstande gewesen sei, den Sektor in einem Roulettekessel zu bestimmen, in dem eine im Lauf befindliche Kugel landen würde. So konnten sie durch Kesselspiel den entsprechenden Bereich mit Einsätzen abdecken.

Die Bande wurde verhaftet doch kurz darauf wieder freigelassen, denn ähnlich wie Kartenzählen beim Blackjack ist das “Kesselgucken” (sector targeting) am Roulettetisch keine Straftat.

Kriminelle Kunst mit Risiken

Noch immer kann die alte Kunst des Falschspiels von Erfolg gekrönt sein. Doch auch den Besten kommt man auf die Schliche, wenn sie nicht wissen, wann sie aufhören müssen. Unplanmäßiges Kartenzählen zu einem nicht von den Spielern erwarteten Zeitpunkt kann das berühmte Ass im Ärmel zum Verhängnis werden lassen.

Komplizierter aufzudecken sind Fälle, in denen das Casino-Personal etwa beim Kartengeben falsch austeilt. Wenn etwa beim Black Jack der Dealer an der Manipulation mitwirkt, hat der Falschspieler den Sieg so gut wie in der Tasche. In seriösen und gut kontrollierten Spielbanken wird auch das Personal deshalb streng überwacht.

In Online Casinos bleiben nur die Möglichkeiten von Hacking und Manipulation und diese sind dank der hohen Sicherheitsstandards nur selten von Erfolg gekrönt.


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