16 Tatverdächtige nach Silvester-Übergriffen in Köln

Auf der Kölner Domplatte herrschte zu Silvester das pure Chaos.
Auf der Kölner Domplatte herrschte zu Silvester das pure Chaos.

Köln - Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln ist die Zahl der Strafanzeigen auf 121 gestiegen.

Die Ermittler hätten bislang insgesamt 16 Verdächtige ausgemacht, die mit den Taten in Zusammenhang stehen könnten, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Die meisten Verdächtigen seien zwar noch nicht namentlich bekannt, aber auf Bild- oder Videoaufnahmen klar erkennbar.

Bei etwa drei Viertel der angezeigten Taten hätten die Opfer angegeben, auch sexuell bedrängt worden zu sein. In zwei Fällen seien Vergewaltigungen angezeigt worden.

Augenzeugen und Opfer hatten nach den Übergriffen ausgesagt, die Täter seien dem Aussehen nach größtenteils nordafrikanischer oder arabischer Herkunft.

Gegenüber dem Express schilderte ein Polizeibeamter wichtige Details aus der Kölner Skandalnacht.

Demnach habe es in der Nacht 15 vorläufige Festnahmen durch seine Gruppe gegeben. Diese Personen seien „definitiv erst wenige Tage oder Wochen“ in Deutschland gewesen.

„Von diesen Personen waren 14 aus Syrien und eine aus Afghanistan. Das ist die Wahrheit. Auch wenn sie schmerzt“, so der Polizist.

„Ich habe junge Frauen weinend neben mir gehabt, die keinen Slip mehr trugen, nachdem die Meute sie ausgespuckt hatte. Das waren Bilder, die mich schockiert haben und die wir erstmal verarbeiten mussten. Abgesehen davon, dass wir damit beschäftigt waren, uns selbst zu schützen, da wir massiv angegriffen wurden.“

Polizeibeamte kontrollieren am 5. Januar eine verdächtige Person vor dem Kölner Hauptbahnhof.
Polizeibeamte kontrollieren am 5. Januar eine verdächtige Person vor dem Kölner Hauptbahnhof.

Fotos: dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0