Update: Zeugen entlasten Tatverdächtigen im Missbrauchs-Fall!

Im Wohnhotel Kappel wurde ein tatverdächtiger Asylbewerber festgenommen.
Im Wohnhotel Kappel wurde ein tatverdächtiger Asylbewerber festgenommen.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Nach dem sexuellen Missbrauch an einem siebenjährigen Mädchen in Chemnitz ließ sich der Tatverdacht gegen einen 22-jährigen Tunesier nicht erhärten.

Sowohl vom Opfer als auch von weiteren Zeugen konnte der Mann nicht als Tatverdächtiger identifiziert werden. Das teilte die Polizei in Chemnitz am Donnerstagnachmittag mit.

Die intensiven Ermittlungen der Kripo in diesem Fall dauern an.

So berichtete MOPO24 am Morgen nach einer Mitteilung der Polizei:

Haben sie den Kinderschänder vom "Park der Opfer des Faschismus" geschnappt? Die Polizei ermittelte jetzt einen Asylbewerber (22). Zeugenaussagen und die Fahndung der Kriminalpolizei führten die Beamten zu einem Tunesier.

Nach MOPO24-Informationen wurde der Verdächtige Mittwochabend im Wohnhotel Kappel festgenommen, in dem mehr als 200 Asylbewerber untergebracht sind.

Polizeisprecherin Heidi Hennig (59): "Wir müssen jetzt den Tatverdacht erhärten. Da stehen noch umfangreiche Ermittlungen an."

Nach der Vernehmung kam der 22jährige allerdings wieder frei, die Staatsanwaltschaft Chemnitz beantragte vorläufig keinen Haftbefehl. Sprecherin Jana Brockmeier (47) erklärt diesen Schritt: "Wir haben nur einen Anfangsverdacht, noch keinen dringenden Tatverdacht."

Die Beamten wurden auf den Mann offenbar wegen seiner markanten Narbe aufmerksam gemacht. Diese Narbe wurde auch von Zeugen aus dem Park beschrieben. Der Verdächtige hat jegliche Tatbeteiligung abgestritten.

Jetzt müssen die Zeugen und vermutlich auch das missbrauchte Mädchen anhand von vorgelegten Fotos erklären, ob es sich bei dem Tunesier um den Täter handelt oder nicht.

Bis dahin bleibt der 22-Jährige ohne Auflagen auf freiem Fuß.

Montagabend hatte ein als 30-jähriger Nordafrikaner beschriebener Mann gegen 18.30 Uhr eine 7-Jährige im "Park der Opfer des Faschismus" sexuell missbraucht (MOPO24 berichtete). Der Kinderschänder war danach Richtung Bahnhof geflüchtet.

Die widerliche Tat hatte für großes Aufsehen in Chemnitz gesorgt, am Dienstag gab es eine Mahnwache am Tatort.

Der "Park der Opfer des Faschismus" in Chemnitz, wo das Mädchen (7) missbraucht wurde.
Der "Park der Opfer des Faschismus" in Chemnitz, wo das Mädchen (7) missbraucht wurde.

Fotos: Ronny Licht, Haertelpress, Heinz Patzig


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