Um Falken zu töten: Züchter opfert seine Taube mit verbotenem Gift

Klagenfurt (Österreich) - Klingt erstmal skurril: Ein Tauben-Züchter soll eines seiner Tiere mit Gift bepinselt und dann rumfliegen lassen haben.

Eine Taube sitzt auf einem Ast (Symbolbild).
Eine Taube sitzt auf einem Ast (Symbolbild).  © 123RF/Ron Rowan

Aber aus Sicht des Züchters würde diese Tat Sinn ergeben: Denn das Gift, Carbofuran, lockt Falken an.

Und der Züchter hatte Anfang des Jahres ein Problem mit einem Falken. Denn dieser holte sich schon so einige seiner Tauben.

Also kamen Ermittler zu dem Entschluss, dass er ein Tier geopfert haben muss, um dem Spuk ein Ende zu setzen.

Denn der Wirkstoff Carbofuran sorgt dafür, dass die Federn eine andere Farbe bekommen. Sie soll von Greifvögeln besser wahrgenommen werden.

Zusätzlich sollen dem Tier noch ein paar Federn herausgerissen worden sein. Es konnte so viel schlechter fliegen und fliehen.

Doch vor Gericht bestreitet der Züchter derzeit alles. Auch, wenn der Giftstoff bereits von einem Veterinär nachgewiesen wurde.

Aufgedeckt wurde der Fall überhaupt nur, weil der Plan aufging. Der Falke griff nach der Taube, biss dabei in den Gift-Nacken und schleppte das erlegte Tier bis "nach Hause" mit. Dort fand es der Falkner, der die Taube an die Veterinärmedizinische Universität Wien geschickt haben soll, schreibt die österreichische Zeitung heute.

Schon seit 2007 ist das Gift Carbofuran in der EU verboten. Es könnte der erste Fall sein, in dem der Einsatz des Stoffes nachgewiesen und der Züchter verurteilt wird.

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