Bis zu 5000 Euro Strafe! Diese Stadt verbietet das Füttern von Tauben

Rostock - Das kann teuer werden! Wer in Rostock Tauben füttert, dem droht ab sofort ein Bußgeld.

Das Picken das Futter von der Hand eines Menschen.
Das Picken das Futter von der Hand eines Menschen.  © Marius Becker/dpa

Bis zu 5000 Euro können fällig werden, wie ein Stadtsprecher am Donnerstag sagte.

Rostock ist bislang die einzige große Stadt im Nordosten, die diesen Schritt geht. Eine Plage gebe es zwar noch nicht, doch es gebe an einigen Stellen der Stadt Tendenzen, dass die Taubenpopulation überhand nehme, sagte der Sprecher.

Das Verbot solle helfen, die Menschen zu sensibilisieren, dass sie den Tieren keineswegs helfen würden. Denn durch das Füttern vermehren sich die Vögel, was zu mehr Stress, Hunger, Verletzungen und Krankheiten führe, heißt es in einem Infoflyer der Stadt.

Über den Kot könnten außerdem Krankheiten auf Menschen übertragen werden, zudem verschmutze und beschädige der Kot Hausfassaden.

Rostock geht mit dem Verbot einen Sonderweg. Schwerin, das mit seinen reich verzierten Renaissancebauten, wie dem Schloss einen idealen Lebensraum für Tauben bietet, ist skeptisch: "Es ist nach unserer Auffassung wirklich schwierig, ein Fütterungsverbot effektiv zu kontrollieren", sagte die Stadtsprecherin.

"Wir setzen stattdessen auf Aufklärung und appellieren an die Einwohner und Touristen, bitte keine Wasservögel oder Tauben durch Fütterungen anzulocken."

Auch Greifswald, Neubrandenburg und Stralsund haben kein Verbot. "Wir haben Möwen und wo es Möwen gibt, leben keine Tauben", sagte Stralsunds Stadtsprecherin.


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