Lkw-Fahrer hörte ein Klopfen aus dem Laderaum, dann findet die Polizei sechs Flüchtlinge

Die Polizei öffnete den Auflieger des Sattelzuges und fand darin die sechsköpfige Familie.
Die Polizei öffnete den Auflieger des Sattelzuges und fand darin die sechsköpfige Familie.  © TNN

Taucha - Die Polizei hat am Dienstagabend eine sechsköpfige Flüchtlingsfamilie in Taucha aus einem Sattelzug befreit.

Gegen 17 Uhr informierte der griechische Lkw-Fahrer die Polizei. Er hatte während einer Pause Klopfgeräusche aus dem Laderaum seines Sattelzugs gehört.

Weil ihm die Sache nicht geheuer war, rief der Lkw-Fahrer seine Chefin an. Die wiederum schickte eine Mitarbeiterin vorbei, die sich mit dem Fahrer an einer Tankstelle in der Leipziger Straße traf.

Als beide die Klopfgeräusche hörten, riefen wählten sie den Notruf. Die Beamten öffneten den Laderaum des Sattelzuges und entdeckten die sechsköpfige Familie: zwei Erwachsene, einen Jugendlichen und drei Kinder.

Es stellte sich heraus, dass die Flüchtlinge aus dem Iran stammen und drei Tage und Nächte im Inneren des Sattelzuges verbracht hatten. Der Durst brachte sie schließlich dazu, auf sich aufmerksam zu machen. Wahrscheinlich waren ihre Vorräte aufgebraucht. Alle sechs Familienmitglieder waren unverletzt.

Der Lkw-Fahrer war in Griechenland losgefahren. Er erklärte, nichts bemerkt zu haben, bis er in Taucha die Klopfgeräusche hörte. Die Polizei nahm die Familie vorläufig in Gewahrsam, mittlerweile wurde sie in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht.

Die Ausländerbehörde in Leipzig hat die Ermittlungen übernommen.

Die Familie aus dem Iran war drei Tage und Nächste in dem Lkw unterwegs gewesen.
Die Familie aus dem Iran war drei Tage und Nächste in dem Lkw unterwegs gewesen.  © TNN
Der Lkw-Fahrer war in Griechenland losgefahren. Er beteuerte, die blinden Passagiere nicht bemerkt zu haben.
Der Lkw-Fahrer war in Griechenland losgefahren. Er beteuerte, die blinden Passagiere nicht bemerkt zu haben.  © TNN

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