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Taucher ziehen Spielautomat aus Kaarster See

Mitglieder von Wasser- und Angelsportvereinen halten vorbildlich den Kaarster See sauber. Zuletzt holten sie kuriose Gegenstände aus dem Wasser.

Deutschland - Im niederrheinischen Kaarster See finden sich gelegentlich kuriose Gegenstände wieder. Am 6. August dieses Jahres, einem Samstagvormittag, nahmen sich Mitglieder des Kaarster Segelclubs, des Sportfischervereins (SFV) Kaarst, des Windsurfing-Clubs und der Tauchsportabteilung der SG Kaarst die Zeit, um bei ihrem Lieblingssee endlich wieder Klarschiff zu machen. 
















Geldspielautomat im See gefunden.
Geldspielautomat im See gefunden.

Was sie alles in dem stillen Gewässer fanden, kann man sich jedoch kaum vorstellen. In dem See, der bis zu circa 20 Meter tief ist, wurde ein aufgebrochener Safe und sogar ein Spielautomat gefunden. Um das Spielgerät aus dem Wasser zu bekommen, mussten die Freiwilligen besonders kreativ sein: Sie brachten spezielle Luftkissen am Spielautomaten an, um das Gerät an die Wasseroberfläche und schließlich aus dem See zu bekommen. Neben diesen eher aberwitzigen Gegenständen, war es vor allem kleiner Müll in großen Mengen, wie z.B. Essensreste, Flaschen, Plastik- und Glasgegenstände, aber auch gebrauchte Kondome, den die Freiwilligen aus dem Wasser fischten. 

Online-Casinos in Deutschland immer beliebter

Einen digitalen Vorgänger findet man in der Form der Automatenspiele. Diese finden sich in lokalen Spielcasinos. Man muss also nicht auf den Grund des Meeres oder des nächsten Sees tauchen, um den Spielspaß zu finden. Wer es beim Zocken aber ganz einfach haben möchte, ohne das eigene Haus oder die eigene Wohnung zu verlassen und nicht extra ein Casino aufsuchen möchte, wendet sich einfach an das Internet. Hier finden sich jede Menge sogenannte Online-Casinos, die in Deutschland immer beliebter werden. Selbiges gilt für Sportwetten. Viele dieser Unternehmen versprechen mit großen Boni und kleinen Einsätzen wiederum große Gewinne. Sogar unterwegs mit Apps auf Tablets und Smartphones ist der Zugang zum schnellen Spiel mit dem Glück wesentlich einfacher geworden. 

Vorsicht bei der Suche nach dem richtigen Glücksspiel-Anbieter
















Online-Glücksspiel wird immer beliebter.
Online-Glücksspiel wird immer beliebter.

Dennoch sollten Spieler immer eine gewisse Vorsicht walten lassen, auch wenn das in Bezug auf Glücksspiel widersprüchlich klingen mag. Es existieren zumindest gewisse Anhaltspunkte, die man bei der Wahl eines passenden Online-Casinos beachten sollte. Im Klartext bedeutet das, es existieren Mittel und Wege, um sich vor Betrug zu schützen. Wer einen seriösen Glücksspiel-Anbieter sucht, achtet allerdings auf eine Glücksspiel-Konzession. Diese kann in vielen EU-Ländern wie z.B. Gibraltar, Malta, Österreich und zumindest momentan noch in Großbritannien ausgestellt werden. Darüber hinaus gibt es natürlich noch Lizenzen, die in Deutschland zu bekommen sind.  

Glücksspielstaatsvertrag sorgt für mehr Sicherheit, aber auch Einschränkungen

Das liegt vor allem an dem 2012 beschlossenem Glücksspielstaatsvertrag. Dieser schreibt vor, dass Glücksspielanbieter ohne eine Konzession in Deutschland auch kein Glücksspiel anbieten dürfen. Als einziges Bundesland wehrte sich Schleswig-Holstein gegen mehrere Auflagen des Vertrages und für eine relativ kurze Zeit konnte sich das Innenministerium sogar durchsetzen. Die Folge war, dass das Bundesland 25 Lizenzen vergab, auch wenn in Deutschland gerade einmal die Ausstellung von 20 dieser Lizenzen erlaubt ist.

Irgendwann konnte sich Schleswig-Holstein dem Glücksspielstaatsvertrag jedoch nicht mehr entziehen. Die bereits vergebenen Konzessionen besitzen allerdings noch heute ihre gesetzliche Gültigkeit. Darüber hinaus können Anbieter mit einer Lizenz aus einem anderem Land der europäischen Union in Deutschland operieren, obwohl dies eigentlich dem Deutschen Recht widerspricht. Da das EU-Recht allerdings Vorrang hat, ist das wiederum gut für die entsprechenden Anbieter. 

Regulierungen, die beachtet werden sollten

Auch für den Spieler kann diese bisher noch undeutliche Rechtslage positive Auswirkungen haben. Dieser hat nämlich eine größere Auswahl zwischen mehreren streng regulierten Glücksspielkonzernen. Worauf man weiterhin achten sollte:

• Unternehmen, die ihre Spieler vor Betrug schützen
• Online-Casinos, die auf eigene Faust gegen Geldwäsche vorgehen
• Ausschluss von Jugendlichen mittels einer gut ausgearbeiteten Alterskontrolle
• Firmen, welche die Bekämpfung von Spielsucht fordern
• Online-Casinos, die Spieler dazu auffordern eine bestimmte Höchstgrenze nicht zu überschreiten
• Spieler sollten weiterhin aufgefordert werden, selbstständig Obergrenzen zu setzen, sei es täglich, wöchentlich oder monatlich 

Schwierige Zeiten für Spielhallen

Den Offline-Anbietern stehen noch wesentlich schwierigere Zeiten bevor: Demselben Glücksspielvertrag zufolge müssen viele Spielhallen bald dauerhaft ihre Türen schließen. Vor allem in den Kommunen Nordrhein-Westfalens geraten die sogenannten Daddelbuden immer mehr unter Druck, denn die entsprechenden Auflagen müssen bis 2017 erfüllt sein. So sind z.B. nur 12 Spielautomaten pro Spielhalle erlaubt. Ein paar gewitzte Spielhallen-Besitzer umgehen dieses Gesetz, indem sie in Großraumhallen umziehen und dort sogenannte Automateninseln einrichten, die weit genug voneinander entfernt sind. 

Länder und Kommunen müssen mit Konsequenzen rechnen

Ein Großanteil der Wettanbieter wird solcherlei Ansprüchen allerdings nicht gerecht werden können. Und während sich der ein oder andere Spielerschutzbeauftragte und auch Anwohner darüber freuen wird, könnte sich das Bundesland mit einer rigorosen Durchsetzung durchaus ins eigene Fleisch schneiden: Zehntausende Arbeitsplätze und eine große Menge an Steuereinnahmen könnten dadurch verloren gehen. Darüber hinaus werden viele Unternehmen entsprechende Entscheidungen, Schließungen und Urteile anfechten und neue Konzessionen beantragen wollen, was wiederum einen großen bürokratischen Aufwand für Städte, Länder und Kommunen bedeuten wird. 

Spielhallenbetreiber sollen verantwortungsvoller Geschäfte machen

Der Städte- und Gemeindebund NRW sieht jedenfalls einen deutlichen Schock für die entsprechenden Kommunen voraus und hofft auf eine deutlichere Gesetzgebung und Vorgaben, welche diese Probleme abfedern könnten. Gleichzeitig ruft man viele Spielhallenbetreiber dazu auf, verstärkt auf Regulierungen zu achten und sich auch selbst Vorgaben zum Spielerschutz aufzuerlegen. Insbesondere wenn es darum geht, Spielsüchtige auszuschließen, haben noch einige Anbieter vieles nachzuholen. Denn die Landeskoordinationsstelle Glücksspielsucht stellte unlängst fest, dass gut 60 bis 80 Prozent der Umsätze aus den Händen von Spielsüchtigen stammen. Ein gutes Vorbild ist in dieser Hinsicht das Land Hessen: Hier rief man Spielsüchtige zu einer freiwilligen Sperrung auf und 12900 Spieler ließen sich sogar bisher überzeugen.    

Kaarster See ein wichtiger Freizeitort für Anwohner, Angel- und Wassersportler
















Kaarster See soll vor Verschmutzung gerettet werden.
Kaarster See soll vor Verschmutzung gerettet werden.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Kunden ist also wichtig, um im Geschäft zu bleiben. Für viele Spielhallenbetreiber könnte dieser Aufruf zum guten Willen jedoch zu spät kommen. Experten gehen nämlich davon aus, dass durch die Gesetzgebung 80 Prozent der Spielhallen Schwierigkeiten haben werden, ihre Türen offen zu halten. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht noch mehr ausgediente Glücksspielautomaten in beliebten Gewässern und Badeorten auftauchen. Gerade der Kaarster See ist für Anwohner und Wassersportler ein wichtiger Freizeitort, den der Vorsitzende des Sportfischervereins Kaarst sogar als Wohnzimmer fürs Wochenende bezeichnete. Während die Mitglieder der dort ansässigen Angel- und Sportclubs allerdings sehr respektvoll mit dem Gewässer umgehen und penibel auf Sauberkeit achten, sind es gerade die gelegentlichen Besucher, die sehr viel rücksichtsloser mit der Natur umspringen, ihren Müll entweder rumliegen lassen oder ins Wasser werfen.

Diese Art von Benehmen wird durchaus kritisiert, denn wie ein einst guter Wein kann auch der See durch diese Art von Verschmutzung „umkippen“. Durch die Bepflanzung von Sumpfpflanzen, welche dem Wasser überflüssige Nährstoffe entziehen, soll diesem Prozess jedoch Einhalt geboten werden. Allerdings werden selbst diese Pflanzen von unvorsichtigen und bedenkenlosen Besuchern plattgetreten.  

Fotos: Frank F. Haub – 72882241 / Shutterstock.com, wavebreakmedia – 160503623 / Shutterstock.com, argus - 411606136 / Shutterstock.com

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