54-Jähriger schießt mit Metallkugeln auf Migranten

Taunusstein/Wiesbaden - In Taunusstein bei Wiesbaden wurde ein 54-Jähriger in Untersuchungshaft genommen.

In mindesten drei Fällen soll der Mann ausländisch aussehende Passanten mit Metall-Kugeln beschossen haben (Symbolbild).
In mindesten drei Fällen soll der Mann ausländisch aussehende Passanten mit Metall-Kugeln beschossen haben (Symbolbild).

Dem Mann wird vorgeworfen, er habe in mindestens drei Fällen aus einem Auto heraus mit einer Zwille auf ausländisch aussehende Passanten geschossen.

Zuletzt soll der Mann in der Nacht zum Mittwoch (4. September) einen 25 Jahre alten Syrer in Taunusstein mit einer mittels einer Schleuder verschossenen Metallkugel am Kopf verletzt haben.

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Der Hinweis einer Zeugin, die einen ähnlichen Vorfall beobachtet hatte, führte schließlich zu dem 54-Jährigen.

Die Frau hatte gesehen, wie ein etwa 50 bis 60 Jahre alter Mann im Bereich des Busbahnhofs in Taunusstein-Hahn aus einem weißen Auto heraus mit einer Zwille in Richtung zweier dunkelhäutiger Frauen geschossen habe.

Die beiden Frauen seien aber offensichtlich nicht getroffen worden, da sie nach der Schussabgabe keine Reaktion gezeigt hätten.

Außerdem meldete sich bei der Wiesbadener Kriminalpolizei ein 31-jähriger Somalier. Dieser hatte über die sozialen Medien sowie einen Bekannten von den Schüssen auf den 25-Jährigen erfahren und wollte nun mitteilen, dass auch er bereits Mitte Januar 2019 im Bereich des Busbahnhofs von einer Metallkugel getroffen wurde.

Da er zum damaligen Zeitpunkt eine Winterjacke getragen habe, wurde er nicht verletzt und informierte auch nicht die Polizei.

In der Wohnung des Tatverdächtigen fanden die Ermittler dann zwei Zwillen und mehrere Metallgeschosse und nahmen ihn fest.

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0