Kaum Barrierefreiheit in Berlin! Darum wird sich nichts so schnell ändern

Berlin - Der Ausbau eines barrierefreien Haltestellen-Netzes in Berlin verläuft schleppend und wird sich wohl noch über Jahre hinziehen. Tausende Haltestellen müssen umgebaut werden, wie aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des Linken-Politikers Kristian Ronneburg (31) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Fahrgäste steigen an der Haltestelle Unter den Linden in einen Bus.
Fahrgäste steigen an der Haltestelle Unter den Linden in einen Bus.  © Gregor Fischer/dpa

Rund drei Viertel der Haltestellen müssen noch umgebaut werden, damit das Netz als barrierefrei gilt. Von den insgesamt 6481 Bushaltestellen in Berlin müssten bis 2022 jährlich rund 1500 Haltestellen zur Barrierefreiheit umgebaut werden

Die Bezirke seien aber oft nicht in der Lage, das Ziel schnell umzusetzen, so die Innenverwaltung. Geld sei zwar vorhanden, aber die Personalsituation in den Bezirken erschwerten Planung und Umsetzung.

Auch bei den Haltestellen der U-Bahnhöfe gibt es Nachholbedarf. Hier muss fast ein Drittel der 172 Haltestellen mit Aufzügen ausgerüstet werden. Die BVG arbeitet laut der Antwort der Senatsinnenverwaltung daran, das Ziel der Barrierefreiheit bis 2020 umzusetzen. Etliche Fahrstühle befänden sich im Bau oder in der Planungsphase.

Dieses Jahr sollen demnach noch bis zu 14 Bahnhöfe mit Fahrstühlen ausgestattet werden, viele davon an der U7. Es gibt aber auch Verzögerungen.

Bei den Bahnhöfen der S-Bahn gibt es derzeit noch gut 20 Stationen, die über keinen Aufzug verfügen. Fast die Hälfte davon verfüge allerdings über einen Zugang mit Rampe und gelte daher als barrierefrei, teilte die DB AG mit.

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa


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