Tausende Lehrstellen warten noch auf Schulabgänger

Der Beruf des Tischlers steht bei den männlichen Schulabgängern ganz weit oben auf der Wunschliste.
Der Beruf des Tischlers steht bei den männlichen Schulabgängern ganz weit oben auf der Wunschliste.

Dresden/chemnitz - Nur noch wenige Wochen dann beginnt das neue Lehrjahr. Doch Ende Juli sind noch immer rund 8700 Lehrstellen unbesetzt.

Am 1. September geht es los. Dann beginnen in Sachsen die frischgebackenen Schulabgänger ihre Lehren. Doch noch sind längst nicht alle Stellen vergeben.

Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz ließ verkünden: Das Angebot [an Lehrstellen] sei bei den Bäckern, Elektronikern, Friseuren und Mechatronikern besonders groß.

Allein in den Handwerksberufen warten die Betriebe noch auf circa 1500 Lehrlinge, die die bisher freien Stellen besetzen.

In Fleischerein stehen beispielsweise 176 Ausbildungsplätze zur Verfügung, lediglich sieben werden davon nach derzeitigem Stand ab September besetzt.

Allein in den Handwerksberufen warten noch 1500 Lehrstellen auf den richtigen Bewerber.
Allein in den Handwerksberufen warten noch 1500 Lehrstellen auf den richtigen Bewerber.

Trotzdem gebe es einen kleinen Aufwärtstrend bei den Handwerksbetrieben zu beobachten. Am Handwerkskammertag in Dresden wurde immerhin ein Plus von 3,8 Prozent verkündet.

Demnach hätten 2314 Lehrlinge einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Ein Grund für die vielen leeren Plätze: Rund ein Drittel der potentiellen Lehrlinge konzentriert sich weiterhin auf lediglich zehn Berufe.

"Die Wunschberufe der sächsichen Schüler haben sich in den vergangenen Jahren kaum geändert", bestätigt auch Klaus Schuberth, Vorsitzender der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

Bei den Mädels stehen dabei nach wie vor die Berufe Friseurin, Verkäuferin und Medizinische Fachangestellte hoch im Kurs. Jungs bevorzugen Ausbildungen zum Kfz-Mechaniker, Zerspanungsmechaniker und Tischler.

Schuberth rät den Jugendlichen zu mehr Flexibilität - es stünden immerhin 350 verschiedene Ausbildungsberufe zur Wahl.

Fotos: dpa/Sebastian Kahnert


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