Deshalb wird in Wiesbaden ein Taxi-Chaos erwartet

Wiesbaden - Mit einem lautstarken Autokorso durch Wiesbaden wollen sich Taxiunternehmen aus Hessen und Rheinland-Pfalz gegen eine geplante Gesetzesreform wehren.

Die Taxifahrer protestieren am Mittwoch gegen eine geplante Gesetzesreform. (Symbolbild)
Die Taxifahrer protestieren am Mittwoch gegen eine geplante Gesetzesreform. (Symbolbild)  © DPA

Sie befürchten deutliche Vorteile für Fahrdienst-Vermittler wie Uber - und erhebliche Nachteile für das Taxigewerbe.

Am Mittwoch (10. April) sind bundesweit Taxifahrer zu Protesten gegen die geplanten Änderungen des Personenbeförderungsgesetzes aufgerufen.

Die Eckpunkte der Reform von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sehen unter anderem vor, dass die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagenfirmen mit Fahrern - wie Uber - abgeschafft werden.

Bislang müssen diese nach jeder Fahrt an den Hauptstandort zurückkehren und dürfen - anders als Taxis - nicht auf der Straße auf Kunden warten. Zudem soll das sogenannte Poolingverbot für Mietwagen mit Fahrern aufgehoben werden. Anbieter könnten dann künftig auch Fahrgäste mit ähnlichem Start und Ziel einsammeln.

"Das sogenannte Eckpunktepapier von Herrn Scheuer bietet nur Vorteile für Uber & Co. und benachteiligt Taxis massiv", erklärte der 1. Vorsitzender der Taxi-Vereinigung Frankfurt, Hans-Peter Kratz.

"Wir fordern fairen Wettbewerbschancen für alle." Auf dem Protest-Korso soll es laut werden: "Alles ist willkommen, ob Pfeifen, Rasseln und Vuvuzelas."

Taxis müssten sich an die von den Behörden festgelegten Tarife halten, sie beförderten bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Menschen und seien 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr verfügbar, erläuterte Kratz.

Mietwagen mit Fahrer wie beispielsweise Uber hätten all diese Auflagen nicht. Werde etwa die Rückkehrpflicht für Mietwagen gekippt, dann sei dem "Wildwuchs Tür und Tor geöffnet".


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