Sohn will Vater als vermisst melden, doch die Polizei kennt längst sein schreckliches Schicksal!

Hamburg/Pinneberg - Bereits im Mai 2017 ist der Hamburger Polizei ein Fehler mit tragischen Folgen unterlaufen: Wegen eines einfachen Kommunikationsfehlers, haben die Kinder eines verstorbenen Pinneberger Taxifahrers erst viel später von dessen Tod und der bereits erfolgten Beerdigung erfahren.

Bei der Polizei kannte man schon seit Monaten das schreckliche Schicksal des Mannes. (Symbolbild)
Bei der Polizei kannte man schon seit Monaten das schreckliche Schicksal des Mannes. (Symbolbild)  © DPA

Erst mit gut dreimonatiger Verzögerung erfuhren Tochter und Sohn des 1963 geborenen Mannes von dem schrecklichen Unglück. Und das auch eher aus Zufall.

Der Pinneberger Taxifahrer war laut NDR am 4. Mai 2017 am Steuer seines Wagens in Hamburg-Hummelsbüttel gestorben.

Das zuständige Polizeikommissariat teilte dem Landeskriminalamt mit, die Angehörigen in Pinneberg seien verständigt worden.

Doch die wussten von nichts. Der Sohn versuchte in Hamburg vergeblich eine Vermisstenanzeige aufzugeben.

Erst als ein Freund des Verstorbenen in einem Brief an die Pinneberger Kriminalpolizei ein Gewaltverbrechen vermutete, wurden Beamte aktiv und konnten das Schicksal des Mannes am 23. August 2017 klären.

Da hatte das Bezirksamt Hamburg-Eimsbüttel den Toten bereits einäschern und beisetzen lassen. Ein Sprecher der Hamburger Polizei sagte am Mittwoch, es sei ein menschlicher Fehler gemacht worden.

Ein Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin bei der Schutzpolizei habe der LKA-Abteilung für Todesermittlungen fälschlicherweise mitgeteilt, dass die Angehörigen verständigt worden seinen.

Diese Angabe sei nicht überprüft worden. "Das bedauern wir", sagte der Sprecher. Eine Vermisstenanzeige habe die Polizei nicht aufnehmen können, weil der Sohn keine Lebensgefahr für seinen Vater begründen konnte.

Titelfoto: DPA


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