Nachgetreten! Ex-VfB-Coach Korkut versteht seine Entlassung nicht

Stuttgart - Nachgetreten! Einige Monate sind vergangen, dennoch will Ex-VfB-Stuttgart-Trainer Tayfun Korkut kein Verständnis für seine damalige Entlassung beim Fußball-Bundesligisten aufbringen.

Entließ im Oktober noch Tayfun Korkut beim VfB: Ex-VfB-Sportvorstand Michael Reschke.
Entließ im Oktober noch Tayfun Korkut beim VfB: Ex-VfB-Sportvorstand Michael Reschke.  © DPA

Im Oktober 2018 entließ der damalige VfB-Sportvorstand Michael Reschke seinen Coach Korkut nach einer satten 1:3-Niederlage bei Hannover 96, worüber sich der 44-Jährige jetzt in einer "Sky"-Fußball-Talkrunde äußerte.

"Ich war mit Sicherheit nicht glücklich über die Entscheidung", gab sich Korkut am Sonntagmorgen redselig,

Er hätte sich gewünscht weiter zu machen und verwies auf seine "herausragende Rückrunde" mit dem VfB in der Saison 2017/18.

Im Januar 2018 ersetzte Korkut den damaligen VfB-Trainer und heutigen HSV-Coach Hannes Wolf und schaffte mit dem abstiegsbedrohten VfB die überraschende Wende.

Nach einem grandiosen 4:1-Sieg gegen die Bayern am letzten Spieltag, schloss man die Saison auf einem überraschenden siebten Tabellenplatz ab.

Doch zu dieser erfolgreichen Korkut-Ära beim VfB, gehört eben auch die darauf folgende Stagnation.

Viel hat er nicht von seiner Entlassung gehalten: Ex-VfB-Coach Tayfun Korkut.
Viel hat er nicht von seiner Entlassung gehalten: Ex-VfB-Coach Tayfun Korkut.  © DPA

Korkut gelang es in der Sommervorbereitung nicht, sein Team weiterzuentwickeln und stand nach sieben Spieltagen mit mickrigen fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

Und so wie Korkuts damaligen Schützlinge bei der Pleite in Hannover auftraten, verloren auch die letzten Optimisten die Hoffnung, dass der VfB mit dem 44-Jährigen noch die Wende schaffen könnte.

Folgerichtig wurde Korkut entlassen.

Überraschenderweise weiß der gebürtige Stuttgarter die damalige Situation allerdings völlig anders einzuordnen: Er hätte sich gewünscht, "dass der Verein anders entscheidet", so der 44-Jährige bei "Sky".

So verwies er nicht nur darauf, dass erst sieben Partien absolviert waren, sondern auch, dass die Schwaben zu diesem Zeitpunkt nur drei Pünktchen vom neunten Platz entfernt waren.

Im Gegensatz zur starken Rückrunde unter ihm, war der folgende unterirdische Saison-Start nach Korkut nur eine "kleine Delle".

So zeigt sich also der Stuttgarter auch gute fünf Monate nach seiner Entlassung noch sichtlich enttäuscht: Er könne die Entscheidung nur respektieren, aber nicht akzeptieren, so der 44-Jährige in der Talkrunde weiter.

Dem aktuell weiterhin abstiegsbedrohten VfB wünscht er allerdings trotzdem viel Glück, dass sie den Klassenerhalt in dieser Saison noch schaffen. Genügend Qualität habe man in der Mannschaft, so Korkut.

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