Nach Drohungen aus Gaza: Israel stellt Raketen-Abwehrsystem auf

Das israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" vor der Stadt Ashdod.
Das israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" vor der Stadt Ashdod.  © EPA/JIM HOLLANDER/dpa

Tel Aviv - Nach neuen Spannungen mit militanten Palästinensern im Gazastreifen hat Israel eine Raketenabwehr-Batterie in Stellung gebracht.

Der israelische Rundfunk berichtete am Dienstag, die Armee sei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Aus Sorge vor Raketenangriffen habe man das Abwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) im zentralen Abschnitt Israels positioniert.

Eine Armeesprecherin bestätigte zwar die Aufstellung des Systems, betonte jedoch, es handele sich um Routine und keinesfalls um eine außergewöhnliche Maßnahme.

Zuvor hatten Israel und die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Drohungen ausgetauscht.

Israels Armee hatte vor gut zwei Wochen am Rande des Gazastreifens einen Tunnel zerstört, der von palästinensischem auf israelisches Gebiet führte (TAG24 berichtete).

Dabei wurden mindestens zwölf militante Palästinenser getötet, die meisten davon Dschihad-Mitglieder.

Der Dschihad hatte daraufhin Rache geschworen.

Israelische Soldaten stehen am 30.10.2017 in Israel in der Nähe der Grenze zu Gaza auf einem Panzer.
Israelische Soldaten stehen am 30.10.2017 in Israel in der Nähe der Grenze zu Gaza auf einem Panzer.  © Tsafrir Abayov/AP/dpa

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte, man werde im Fall von Angriffen hart reagieren.

Man sehe die radikal-islamische Hamas als verantwortlich für jeden Angriff aus dem Gazastreifen.

Der US-Nahostvermittler Jason Greenblatt schrieb am Dienstag bei Twitter: "Extremistische Stellungnahmen und Provokationen des Islamischen Dschihad Israel gegenüber schaden den Einwohnern Gazas und sind sehr gefährlich."

Die Palästinenserbehörde müsse die volle Verantwortung im Gazastreifen übernehmen.

"Die USA arbeiten mit der Palästinenserbehörde, Ägypten und anderen, um die Lage zu verbessern. Gaza hat Besseres verdient."

Titelfoto: Tsafrir Abayov/AP/dpa, EPA/JIM HOLLANDER/dpa


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