Nach Tötung von Soleimani: Sorge vor Racheangriff, Israel in erhöhter Alarmbereitschaft

Tel Aviv - Das israelische Sicherheitskabinett versammelt sich am Sonntag zu einer Beratung über die möglichen Auswirkungen der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani im Irak durch das US-Militär.

Schiitische Muslime verbrennen in Lahore (Pakistan) die Nationalflaggen der USA und Israel während eines Protestes gegen die Tötung von General Solemeini.
Schiitische Muslime verbrennen in Lahore (Pakistan) die Nationalflaggen der USA und Israel während eines Protestes gegen die Tötung von General Solemeini.  © K.M. Chaudary/AP/dpa

Der engste Kabinettskreis um Regierungschef Benjamin Netanjahu will sich nach Medienberichten mit der Vorbereitung auf mögliche Racheangriffe des Irans auf israelische Ziele befassen. Seit dem US-Angriff in Bagdad ist Israel in erhöhter Alarmbereitschaft.

Netanjahu warnt immer wieder vor einer iranischen Expansionspolitik im Nahen Osten und wirft Teheran seit Jahren vor, trotz der Atomvereinbarung von 2015 heimlich den Bau von Nuklearwaffen anzustreben. Er hat den Iran als "größte Bedrohung der Existenz Israels" eingestuft.

Israels Luftwaffe hat in den vergangenen Jahren mehrmals iranische Ziele in der Region angegriffen. Israel will vor allem verhindern, dass sein Erzfeind Nummer eins seinen Einfluss im Nachbarland Syrien militärisch weiter ausbaut.

Im vergangenen Monat sagte Israels Generalstabschef Aviv Kochavi, Israel müsse sich auf die Möglichkeit einer begrenzten Konfrontation mit dem Iran einstellen.

Er warf dem Westen vor, einer aggressiven Expansionspolitik Teherans in der Region nichts entgegenzusetzen. Der Iran treibe sein Nuklearprogramm weiter voran und werde bald in der Lage sein, eine Atombombe zu bauen, warnte er.

Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel.
Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel.  © Ilia Yefimovich/dpa
Palästinensische Autonomiegebiete, Gaza: Während eines Protestes am Freitag von Unterstützern der Hamas gegen die USA brennt ein Plakat mit Bildern des US-Präsidenten Trump und des israelischen Premierministers Netanjahu auf einem Holzkasten.
Palästinensische Autonomiegebiete, Gaza: Während eines Protestes am Freitag von Unterstützern der Hamas gegen die USA brennt ein Plakat mit Bildern des US-Präsidenten Trump und des israelischen Premierministers Netanjahu auf einem Holzkasten.  © Mahmoud Ajjour/APA Images via ZUMA Wire/dpa

Titelfoto: K.M. Chaudary/AP/dpa


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