Terroranschlag! Mehrere Schwerverletzte, Baby und Mutter in Lebensgefahr

Tel Aviv - Bei einem Terroranschlag im Westjordanland sind sieben Israelis teilweise schwer verletzt worden, darunter eine hochschwangere junge Frau (21).

Die israelische Armee sicherte den Ort des Anschlags, sucht nach den Angreifern.
Die israelische Armee sicherte den Ort des Anschlags, sucht nach den Angreifern.  © Screenshot Facebook/Israel in Deutschland

Die Ärzte holten ihr Baby mit einem Notkaiserschnitt nach Medienberichten in der 30. Woche. Sein Zustand verschlechterte sich am Montagmorgen, wie das israelische Radio berichtete. Der Zustand der Mutter sei kritisch. Das bestätigte inzwischen auch die Israelische Botschaft in Deutschland auf Facebook.

Die mutmaßlich palästinensischen Attentäter konnten fliehen.

Nach Angaben der Armee hatte eine Gruppe Israelis bei der Siedlung Ofra im nördlichen Westjordanland an einer Bushaltestelle gewartet. Aus einem vorbeifahrenden palästinensischen Auto sei auf die Menschen geschossen worden. Israelische Soldaten hätten auf das Auto gefeuert, das wegfuhr. Die Armee suche nach den Angreifern.

Die im Gazastreifen herrschende Terrororganisation Hamas lobte den Anschlag öffentlich als Beweis für "Widerstand im Westjordanland trotz der Versuche, ihn zu unterdrücken".

Justizministerin Ajelet Schaked von der Siedlerpartei forderte als Reaktion auf den Anschlag die Annektierung der Siedlung Ofra durch Israel. "Das Ziel der Terroristen ist es, uns zu töten, um unseren Willen zu brechen", sagte sie nach Angaben der "Jerusalem Post". Sie schrieb auf Twitter, jeder Anschlag werde die israelische Besiedlung des Westjordanlandes stärken. Und das solle auch jedem potenziellen Attentäter bewusst sein.

Seit Herbst 2015 kommt es wieder zu Anschlägen im besetzten Westjordanland. Israel hatte 1967 im Sechstagekrieg unter anderem Ost-Jerusalem und das Westjordanland erobert. Die Palästinenser fordern das Gebiet für einen eigenen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

Titelfoto: Screenshot Facebook/Israel in Deutschland

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