Telekom gibt ihre Telefonkästen für Sprayer frei

Solche Verteilerkästen sollen künftig zu Kunstwerken werden.
Solche Verteilerkästen sollen künftig zu Kunstwerken werden.

Bonn - Die Telekom hat sich eine neue Strategie einfallen lassen, um der Schmierereien an ihren grauen Verteilerkästen Herr zu werden.

Dabei holt sie sich Unterstützung von Graffiti-Küntlern. Sie dürfen künftig ganz legal an den Kästen sprayen. Damit erhofft sich das Unternehmen eine kreative und bunte Gestaltung der eintönigen "Multifunktionsgehäuse", wie sie in der Fachsprache heißen. Außerdem sollen dadurch hässliche Schmiereien fern gehalten werden.

Zwar dürfen die Kästen schon längere Zeit bemalt oder besprüht werden, dafür musste aber ein ganzer Antragsberg abgearbeitet werden.

Dieser Papierkrieg fällt nun weg. Ganz ohne Bürokratie geht es allerdings nicht. Der Künstler muss eine Email schreiben und darin den Standort und den aktuellen Zustand des Kastens mitteilen.

Außerdem sollte eine Skizze mitgeschickt werden, welches Kunstwerk darauf gesprüht werden soll.

Die Telekom klärt dann, ob die Erlaubnis erteilt werden kann und es kann los gehen. "Die Motive müssen ethisch, politisch und religiös neutral sein und dürfen keine kommerzielle Werbung enthalten", stellt das Unternehmen klar.

Fotos: Jörg Schulz


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