Autofahrer zu schnell unterwegs: Kommt jetzt der nächste Blitzer?

Das Tempolimit von 30 wird an der Stapenhorststraße gerne überschritten.
Das Tempolimit von 30 wird an der Stapenhorststraße gerne überschritten.

Bielefeld - Geschwindigkeitsbegrenzungen halten manche nur für Richtwerte. Vor allem an der Stapenhorststraße in Bielefeld fällt vielen das 30er-Limit schwer.

Ein Display, das dort installiert wurde, zeigt deutlich, dass sich die wenigsten daran halten. Häufig geht es über die erlaubten 30 km/h, die seit einem schweren Unfall mit einer Radfahrerin bestehen, hinaus.

Während es im Berufsverkehr ohnehin nur langsam und stockend voran geht, nutzen Autofahrer die Gelegenheit zum Rasen, wenn alles frei ist.

Sowohl die Stadt als auch die Polizei wollen jetzt durchgreifen: Sie halten Kontrollen für dringend notwendig.

"Wir wollen so schnell wie möglich mobil mit Radar oder Laserpistole kontrollieren", kündigte Polizeisprecherin Kathryn Landwehrmeyer in der Neuen Westfälischen an.

Bisher gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Standort allerdings schwierig: Es gibt zu wenig Haltemöglichkeiten. Die Lösung auf Dauer könnte daher ein fest installierter Blitzer sein.

Neben dem Tempolimit wird auch gerne das Durchfahr-Verbot für Lkw über 20 Tonnen missachtet. Das besteht seit Anfang des Jahres und wurde infolge des Luftreinhalteplans verhängt. Seit Anfang 2017 wurden 150 Verstöße geahndet.

Mit der Geschwindigkeitsbegrenzung haben Kaufleute an der Stapenhorststraße kein Problem. Viel schlimmer finden sie, dass 12 Parkplätze durch Fahrradständer ersetzt wurden.

Insbesondere die Bäckerei Pörschke und die Fleischerei Wellmann sind betroffen. Der Wegfall bedeutet Gift für den Verkauf! Denn Kunden, die nur kurz parken müssen, finden jetzt kaum mehr einen Platz vor den Geschäften.

Wegen Umsatzeinbußen und dem Unmut der Kunden wollen die Geschäftsleute jetzt mit rechtlichen Schritten dagegen vorgehen. Ein Anwalt sei bereits eingeschaltet.


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