Alarmstufe Rot! Auf dieser Urlaubsinsel herrscht Badeverbot

Seit vergangener Woche ist an einen ungehinderten Badespaß nicht zu denken - Feuerquallen machen sich rund um Teneriffa breit.
Seit vergangener Woche ist an einen ungehinderten Badespaß nicht zu denken - Feuerquallen machen sich rund um Teneriffa breit.

Teneriffa - Ausgerechnet kurz vor den Winterferien: Alarm-Stufe Qualle! Viele Familien wollen von der Kälte in die Wärme fliehen. Doch gerade wird eines der beliebten Ziele, nämlich die Kanaren, von gefährlichen Biestern heimgesucht! Problem: Zu dieser Jahreszeit gab es diese Plage bisher nie... Was ist das los?

Wissenschaftler geben der Erderwärmung die Schuld an dem Phänomen, das derzeit die Urlaubsinsel heimsucht. Denn seit vergangener Woche ist an einen ungehinderten Badespaß nicht zu denken, wie Teneriffa-News mitteilt.

Eine regelrechte Feuerquallen-Invasion sorgt aktuell für Ärger. Wer noch nicht von einer Feuerqualle gestreift wurde, weiß zum Glück nicht, welche Schmerzen diese Berührung auslöst. Verbrennungen und starke Rötungen sind die Folge. Man zuckt zusammen wie nach einem Stromschlag. Das reicht bis zur Ohnmacht.

Zu den gefährlichen Quallen gehören die bis zu einem Meter große, weiß-blaue Blumenkohlqualle. Auch die zehn Zentimeter große violette Feuerqualle oder die 30 Zentimeter lange gelb-weiße Kompassqualle sind bei Kontakt äußerst unangenehm.

Richtig gefährlich ist die immerhin 30 Zentimeter lange violette "Portugiesische Galeere".
Richtig gefährlich ist die immerhin 30 Zentimeter lange violette "Portugiesische Galeere".

Als richtig gefährlich aber wird die immerhin 30 Zentimeter lange violette "Portugiesische Galeere" eingestuft! Und genau die macht momentan Sorgen. Da die meisten Strände in den Haupttouristenorten wie Los Gigantes, Los Cristianos, Playa de las Americas und El Medano im Süden von Teneriffa bewacht werden, wird bei Sichtung der "Portugiesischen Galeere" sofort der Strand gesperrt.

Mit 23 Verletzten am ersten und 19 Vorfällen am zweiten Tag vergangener Woche ist die Quallen-Invasion am Tereritas-Strand diesmal besonders schlimm. Das Rote Kreuz war rund um die Uhr im Einsatz. Es mussten Sonderschichten eingelegt werden.

Zudem wurden Polizisten abgestellt, um die Besucher des bekanntesten Strandes der Insel vor den Toren von Santa Cruz vor dem Baden zu warnen. Zwar konnte zwischenzeitlich die Warnung aufgrund der "sinkenden Verbrennungsquote" von rot auf gelb herabgesetzt werden.

Dennoch: Die Sonderschichten der Sanitäter dauern zur Sicherheit der Strand-Besucher an. Dass die Zahl der Verletzten inzwischen rückläufig ist, führen Experten in erster Linie auf die gute Arbeit der Sicherheitskräfte zurück. Im Umkehrschluss heißt dies jedoch, dass die Quallenplage nach wie vor akut ist.

Bisher gab es diese gefährliche Quallenart nur sehr selten an den Stränden Teneriffas. Die Ursachen für eine derzeit vermehrte Quallenplage könnten die Erwärmung des Meeres, Meerwasserverschmutzung oder Überfischung sein.

Glück hat, wer an der Nordküste von Teneriffa baden will. Zwischen Icod de los Vinos und Bajamar ist sie durch die hohen Wellen kaum von Quallen befallen - aber da ist das Meer auch nicht so angenehm warm...


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