Durchsuchung nach Höhlen-Mord auf Teneriffa: Ermittler ziehen ab

Teneriffa/Halle (Saale) - Im Fall der Tötung einer Deutschen und ihres Sohnes auf Teneriffa sind nach der Durchsuchung einer Wohnung in Halle zunächst keine weiteren Ermittlungsschritte in Sachsen-Anhalt geplant.

Am Mittwoch wurden die Leichen der Mutter (39) und eines ihrer Söhne (10) in einer Höhle auf der Ferieninsel Teneriffa gefunden.
Am Mittwoch wurden die Leichen der Mutter (39) und eines ihrer Söhne (10) in einer Höhle auf der Ferieninsel Teneriffa gefunden.  © Andres Gutierrez/AP/dpa

Die Ermittlungshoheit bleibe bei den spanischen Behörden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Montag. "Die Ermittlungen laufen vor Ort." Bis auf weiteres könnten die Ermittler in Halle nichts weiter tun.

Die spanischen Behörden hatten ein Amtshilfeersuchen an Justiz und Polizei in Sachsen-Anhalt gestellt. Deshalb wird auch in Halle ein Ermittlungsverfahren geführt. Am Samstag wurde eine Wohnung der Familie durchsucht (TAG24 berichtete). Details zu der Durchsuchung nannte der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag nicht.

Die 39-Jährige und ihr zehnjähriger Sohn waren in der vergangenen Woche tot in einer Höhle auf Teneriffa gefunden worden (TAG24 berichtete). Der Vater des Kindes wird verdächtigt, die getrennt von ihm lebende Mutter und seinen Sohn dort brutal zu Tode geprügelt zu haben. Ein zweiter Sohn, dessen Alter von den Behörden vorerst mit "sechs bis sieben" angegeben wird, floh in letzter Minute und erzählte den Behörden von der Attacke.

Gegen den 43-jährigen Vater, der schon länger auf Teneriffa lebt, wurde am Freitagabend Haftbefehl erlassen. Bei einer mehrstündigen Vernehmung habe sich der Mann geweigert, mit der Justiz zu kooperieren, hieß es. Die Autopsie der Leichen soll Klarheit über den Tathergang bringen.

Dringend tatverdächtig ist der 43-jährige Vater, der schon länger auf spanischen Insel lebt und festgenommen wurde.
Dringend tatverdächtig ist der 43-jährige Vater, der schon länger auf spanischen Insel lebt und festgenommen wurde.  © Rafa Avero/dpa

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