Sensation! Tennis-Star Andrea Petkovic spielt jetzt für Dresden

Dresden - Das ist eine Sensation für Dresden! Der TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz hat sich für das Projekt erste Liga, das im Mai startet, einen richtigen Kracher an Land gezogen.

Andrea Petkovic bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.
Andrea Petkovic bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.  © DPA

Denn dem Verein aus dem Waldpark gelang die Verpflichtung von Tennis-Star Andrea Petkovic. Die 31 Jahre alte deutsche Fed-Cup-Spielerin wird mindestens ein Spiel für den Aufsteiger in der ersten Tennis-Bundesliga bestreiten. Das gab der Verein am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt.

"Ich freue mich schon sehr darauf, Euch alle in Dresden kennenzulernen und gemeinsam die Liga anzugreifen! Ich bin motiviert, mit voller Kraft voraus in die neue Saison zu starten. Ich freue mich auf Euch und Dresden", ließ Petkovic ausrichten.

Die ehemalige Weltranglisten-Nummer neun (Oktober 2011) und aktuelle Nummer 68 weilt derzeit beim WTA-Turnier im US-amerikanischen Indian Wells und konnte deshalb nicht vor Ort sein. In der ersten Runde trifft sie am Donnerstag auf Venus Williams.

Dass Blasewitz überhaupt in der ersten Liga spielt, war dem Rückzug des dreifachen Serienmeisters "Eckert Tennisteam Regensburg" zu verdanken.

Das Unternehmen 1. Tennis-Bundesliga startet für Blau-Weiß am 5. Mai mit einem Heimspiel gegen den TC Karlsruhe Rüppur. Es folgen am 12. Mai, 17. Mai und dem 2. Juni die Auswärtsspiele beim DTV Hannover, bei TEC Waldau Stuttgart und beim TK Blau-Weiß Aachen.

Am 7. Juni und am 9. Juni stehen die Heimspiele gegen den TC Bredeney und den TC Bad Vilbel an. Wann genau Petkovic im Waldpark aufschlägt, ist noch nicht klar. Aber auf jeden Fall wird sie ein Heimspiel bestreiten.

Andrea Petkovic bei den French Open.
Andrea Petkovic bei den French Open.  © DPA

Am 4. und 5. Mai werden auch Barbara Rittner, ehemalige Wekltkasse-Tennisspielerin und aktuell "Head of Women's Tennis" beim Deutschen Tennis-Bund (DTB) sowie Eurosport-Reporter Matthias Stach nach Dresden kommen.

Nachdem Petkovic 2008 früh in ihrer Karriere einen Kreuzbandriss erlitt, kämpfte sie sich zurück und schaffte 2011 den Durchbruch im internationalen Geschäft.

Bei den Australian Open und den US Open stand sie vor acht Jahr im Viertelfinale, bei den French open erreichte sie die dritte Runde.

2014 stand sie im Halbfinale von Roland Garros. Petkovic war immer wieder von Verletzungen gebeutelt, kämpfte sich aber stets wie eine Löwin zurück. Die Fans in Deutschland und der Welt lieben "Petko" aufgrund ihrer witzigen Art, die ein Darmstadt lebende Tennisspielerin ist eben ein echter "Typ".

Immer für einen Spaß zu haben, nicht abgehoben und immer mit einem Spruch auf den Lippen. Petkovic schloss ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,2 in Darmstadt ab, studierte Politikwissenschaften und hat selbst schon in der FAZ und der Südddeutschen Zeitung Kolumnen geschrieben. Auch ein Buch veröffentlichte die 31-Jährige zuletzt.

Johnny Heimes und Andrea Petković trainierten lange Zeit zusammen. 2015 gründeten beide die gemeinnützige Gesellschaft "DU MUSST KÄMPFEN"
Johnny Heimes und Andrea Petković trainierten lange Zeit zusammen. 2015 gründeten beide die gemeinnützige Gesellschaft "DU MUSST KÄMPFEN"

Ihr Herz schlägt allerdings nicht für Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98, sondern für Eintracht Frankfurt. Sozial engagiert sich Petkovic für die Initiative "Du musst kämpfen".

Sie entstand durch die Krebserkrankung ihres Jugend-Trainingspartners Jonathan "Johnny" Heimes, der mit ihr in der Jugend als größtes Tennistalent in Darmstadt galt. Er wurde zusammen mit Petko von ihrem Vater Zoran trainiert.

2004 erkrankt Johnny im Alter von nur 14 Jahren an einem Gehirn-Tumor. Sein Kampf gegen den Krebs führt er bis zum 8. März 2016.

Er wurde für das Fußball-Team des SV Darmstadt 98 im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg 2015 zum Motivator, sein Motto "Du musst kämpfen" wurde zum Slogan für das Team.

Nach seinem Tod wurde das Stadion am Böllenfalltor vorrübergehend in Jonathan-Heimes-Stadion umbenannt.

Petkovic beim Fed Cup im Februar gegen Weißrussland.
Petkovic beim Fed Cup im Februar gegen Weißrussland.  © DPA

Titelfoto: DPA

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