Brachialer "Terminator: Dark Fate" beginnt mit heftigem Schock für Fans!

Deutschland - Aufsehenerregend! Mit "Terminator: Dark Fate" startet am 24. Oktober der nächste große Blockbuster in den deutschen Kinos - und wird wie seine Vorgänger polarisieren.

Linda Hamilton und Arnold Schwarzenegger kehren in ihre Kultrollen als Sarah Connor und Terminator T-800 zurück.
Linda Hamilton und Arnold Schwarzenegger kehren in ihre Kultrollen als Sarah Connor und Terminator T-800 zurück.  © PR/Twentieth Century Fox

Die letzten drei lässt er dabei übrigens völlig außer Acht. Er schließt stattdessen direkt an das Meisterwerk "Terminator 2: Tag der Abrechnung" (1991) an, für die meisten Anhänger der mit Abstand beste Teil der Reihe, der für viele sogar zu den stärksten Actionfilmen aller Zeiten zählt.

Denn er schaffte es, die Vorzüge seines Genres mit einer emotional mitreißenden, hintergründigen Storyline, Humor und Charaktertiefe zu verbinden und damit ein Werk für die Ewigkeit zu werden.

Diese Qualität erreichte fortan weder "Terminator 3: Rebellion der Maschinen" (2003), noch der ganz schwache "Terminator: Die Erlösung" (2009) oder der unterschätzte "Terminator: Genisys" (2015).

Sie alle scheiterten an den hohen Erwartungen der Fans und Kritiker. Nun gibt es mit "Dark Fate" also den nächsten Neustart der Reihe, für den neben Arnold Schwarzenegger als T-800 endlich auch Linda Hamilton in ihre Kultrolle als Sarah Connor zurückkehrt.

Sie steht anfangs auch im Mittelpunkt. Mit Rückblenden aus Teil zwei startet das neueste Abenteuer um die Killer-Cyborgs. Damals saß Sarah in der Psychiatrie und versuchte, den behandelnden Ärzten immer lauter werdend zu verdeutlichen, dass der "Judgement Day" kommen würde und ihr düsteres Schicksal längst feststehen würde.

"Terminator: Dark Fate" beginnt mit einem großen Schock für die Fans

Der neue Terminator Rev-9 (Gabriel Luna) hat bemerkenswerte Fähigkeiten, die ihn zum brutalsten Gegenspieler der gesamten Reihe machen!
Der neue Terminator Rev-9 (Gabriel Luna) hat bemerkenswerte Fähigkeiten, die ihn zum brutalsten Gegenspieler der gesamten Reihe machen!  © PR/Twentieth Century Fox

Dann folgt für Fans der Reihe ein gewaltiger Schock, der wohl für viele Diskussionen sorgen wird. Nicht nur wegen der Szene, die in Livingston, Guatemala spielt, an sich, sondern auch, weil hier mehr Details wünschenswert gewesen wären.

So dürfte diese Sequenz stark polarisieren. Man hat sich noch gar nicht richtig davon erholt, da springt "Dark Fate" schon 22 Jahre in die Zukunft nach Mexiko-Stadt, wo die junge Danielle "Dani" Ramos (Natalia Reyes) mit ihrem Vater (Enrique Arce) und Bruder Diego (Diego Boneta) zusammenlebt und ihre Brötchen als Fabrikarbeiterin verdient.

Ihr wird mit dem Rev-9 (Gabriel Luna) ein besonders gefährlicher Terminator auf den Hals gehetzt.

Doch Rettung naht: Denn neben ihm wurde auch der "verbesserte" Mensch Grace (Mackenzie Davis) durch die Zeit geschickt, um sie zu beschützen.

In der Zukunft ist Dani nach den Veränderungen, die durch Sarahs Rettung von drei Milliarden Menschen geschahen, eine extrem wichtige Person.

Wenig später kommt es zu einem gewaltigen Kampf und brachialer Action, bei der eines schnell klar wird: Es geht nicht nur um Leben und Tod, sondern erneut um das Schicksal der gesamten Menschheit!

"Terminator: Dark Fate" begeistert mit wuchtigen Action-Sequenzen

Dani Ramos (l., Natalia Reyes) wird vom neuen Terminator gejagt. Grace (Mackenzie Davis) wurde durch die Zeit geschickt, um sie zu beschützen.
Dani Ramos (l., Natalia Reyes) wird vom neuen Terminator gejagt. Grace (Mackenzie Davis) wurde durch die Zeit geschickt, um sie zu beschützen.  © PR/Twentieth Century Fox

Diese Geschichte hat Regisseur Tim Miller ("Deadpool") stark umgesetzt. Gerade die ersten Verfolgungsjagden und Kämpfe begeistern: So brachial und exzellent choreografiert war die Action bislang in keinem "Terminator"!

Im Zusammenspiel mit der dynamischen Kameraführung und den aufwendigen Effekten entsteht eine selten gesehene Wucht, welche die Zuschauer auch emotional mitzureißen vermag.

Denn hier wird gleich zu Beginn anhand neuer, beeindruckender Fähigkeiten herausgearbeitet, wie gefährlich der Rev-9 ist. So fiebert das Publikum von Anfang an mit Dani und ihren Gefährten mit.

Doch erst als Sarah und später der T-800 auch in der gegenwärtigen Zeitlinie auftreten, kommt echtes "Terminator"-Feeling auf, welches sich dann aber durch den gesamten Film zieht.

Das liegt auch daran, dass sich "Dark Fate" erkennbar an "Tag der Abrechnung" anlehnt und eine ähnliche Charaktertiefe erschafft, wie es gerade im zweiten Teil der Fall war.

Dadurch sind die Motive von Sarah, Dani, Grace und dem Rev-9 nachvollziehbar. Trotz dieser großen Stärken überzeugen nicht alle Wendungen. Das fällt während des laufenden Filmes allerdings nur bedingt auf, weil das Erzähltempo hoch- und die Spannung groß ist.

Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton rocken "Terminator: Dark Fate"

Kampf der Terminatoren: Der T-800 (r., Arnold Schwarzenegger) versucht, den neuartigen Rev-9 (Gabriel Luna) aufzuhalten.
Kampf der Terminatoren: Der T-800 (r., Arnold Schwarzenegger) versucht, den neuartigen Rev-9 (Gabriel Luna) aufzuhalten.  © PR/Twentieth Century Fox

Doch nach Ansicht des Actioners werden einige Schwächen im Drehbuch, Schnitt und der Geschichte ersichtlich, auf die hier allerdings nicht näher eingegangen werden kann, ohne zu spoilern.

Dennoch kann man mit "Dark Fate" viel Spaß haben, weil er unterhält, einige auflockernde Gags an den richtigen Stellen einbaut, kurzweilig ist, von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt und Liebe zu seinen Figuren zeigt.

Letzteres wird erst durch die sehr guten schauspielerischen Leistungen von Hamilton, Davis und Schwarzenegger möglich, die in ihren Rollen aufgehen und damit für eine packende Atmosphäre sorgen.

Dies wiederum funktioniert nur im Zusammenspiel mit dem trotz einiger Schwächen noch immer überdurchschnittlichen Skript und Dialogen, die bei einigen Figuren besser ausgearbeitet sind als bei anderen wie beispielsweise Dani.

Die tragische Geschichte und die moderne Ausrichtung erweisen sich darüber hinaus als große Stärken. Denn Millers Werk, das von James Cameron produziert wurde, hat einen deutlichen und angemessen feministischen Ansatz.

Dennoch ist "Terminator: Dark Fate" aufgrund einiger Story-Wendungen zwiespältig zu sehen und dürfte für hitzige Diskussionen sorgen. An und für sich ist der nunmehr sechste Kinofilm aber ein guter Neustart geworden, der mit fetter Action, starken Charakteren, einer erstklassigen Spannungskurve und einem bewegenden Ende überzeugen kann.

Linda Hamilton hat als Sarah Connor richtig coole Szenen.
Linda Hamilton hat als Sarah Connor richtig coole Szenen.  © PR/Twentieth Century Fox

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