Mindestens 207 Tote bei Anschlägen an Ostern: Regierung meldet sieben Festnahmen!

Colombo - Bei mehreren Explosionen sind in Sri Lanka sind über 180 Menschen getötet und mehr als 450 Menschen verletzt worden, darunter auch Ausländer. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.

Soldaten der sri-lankischen Armee sichern das Gebiet um den St. Antonius-Schrein nach einer Explosion in Colombo.
Soldaten der sri-lankischen Armee sichern das Gebiet um den St. Antonius-Schrein nach einer Explosion in Colombo.  © Eranga Jayawardena/Ap/dpa

Betroffen waren ersten Berichten zufolge drei Kirchen in verschiedenen Teilen des Landes sowie zwei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Rettungsmaßnahmen liefen.

Sri Lankas Minister für Wirtschaftsreform, Harsha de Silva, schrieb auf Twitter von zahlreichen Opfern, unter ihnen Ausländer.

Er rief dazu auf, die Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben. Medienberichten zufolge trafen die Explosionen unter anderem Ostergottesdienste.

Der südasiatische Inselstaat ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Europäer. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten.

Sri Lankas 26-jähriger Bürgerkrieg war 2009 zu Ende gegangen. Die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatten für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden des Landes gekämpft.

Die Armee besiegte die Aufständischen schließlich mit aller Härte. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor.

Update, 10.06 Uhr: Bei den Angriffen auf drei Kirchen und drei Hotels in Sri Lanka sind mindestens 138 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens neun Ausländer. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.

Update, 10.50 Uhr: Die Zahl der Toten hat sich mittlerweile auf 185 erhöht, darunter mindestens 11 Ausländer. Über 450 Menschen wurden verletzt.

Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise unterdessen für den südasiatischen Inselstaat aktualisiert. "Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten", schrieb das Ministerium in Berlin am Sonntag. Die Lage sei unübersichtlich. "Mit weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen wie Absperrungen, aber auch Einschränkungen im Flugverkehr und verstärkten Kontrollen vor dem Betreten des Flughafengebäudes und dem Abflug ist zu rechnen." Militär und Polizei seien sichtbar präsent.

Weitere Explosion in Hotel in Sri Lanka

Update, 11.19 Uhr: Nach der Serie von Anschlägen in Sri Lanka hat es am Sonntag in einem Hotel in einem Vorort der Hauptstadt Colombo eine siebte Explosion gegeben. Dabei kamen nach Angaben der Polizei zwei Menschen ums Leben. Es handelte sich demnach um ein kleines Hotel in Dehiwala-Mount Lavinia.

Zuvor waren am Ostersonntag bei Anschlägen auf drei christliche Kirchen und drei Fünf-Sterne-Hotels in dem südasiatischen Inselstaat nach Behördenangaben mindestens 185 Menschen getötet und mehr als 450 weitere verletzt worden.

Update, 11.56 Uhr: UhrDie Verantwortlichen für die Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka sind nach Angaben des Verteidigungsministers Ruwan Wijewardene identifiziert worden. Er sprach bei einer Pressekonferenz am Sonntag von einem "terroristischen Vorfall" und von "extremistischen Gruppen". Zudem kündigte er eine zwölfstündige, landesweite Ausgangssperre ab 18 Uhr (1430 MESZ) an.

Anschläge in Sri Lanka: Regierung meldet sieben Festnahmen

Update, 14.09 Uhr: Nach einer Serie von Anschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 190 Toten sind sieben Verdächtige festgenommen worden. Das teilte der Minister für Wirtschaftsreformen, Harsha de Silva, am Sonntag mit und berief sich dabei auf das Verteidigungsministerium.

Update, 14.29 Uhr: Die Zahl der Toten bei der verheerenden Anschlagsserie in Sri Lanka ist auf 207 gestiegen. Das gab ein Polizeisprecher am Sonntag bekannt. Nach seinen Angaben wurde die Attacke auf die Kirche in Negombo vermutlich von einem Selbstmordattentäter ausgeführt.

Update 17.02 Uhr: Unter den mehr als 200 Toten der Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka sind nach Angaben der Tourismusbehörde 32 Ausländer aus acht Staaten. Dazu gehörten den Angaben vom Sonntag zufolge Bürger Indiens, der USA, Großbritanniens, Portugals, Chinas, der Niederlande, Belgiens und der Türkei.

Personen warten nach einer Explosion vor einem Hotel.
Personen warten nach einer Explosion vor einem Hotel.  © Tang Lu/XinHua/dpa
Rettungskräfte bringen Verletzte aus einer Kirche.
Rettungskräfte bringen Verletzte aus einer Kirche.  © Uncredited/Hiru TV/dpa
Dieses von Derena TV zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt Frauen nach einer Explosion in Colombo.
Dieses von Derena TV zur Verfügung gestellte Videostandbild zeigt Frauen nach einer Explosion in Colombo.  ©  Uncredited/Derena TV/dpa
Einsatzkräfte stehen nach einer Explosion vor dem St. Anthony's Shrine in Colombo.
Einsatzkräfte stehen nach einer Explosion vor dem St. Anthony's Shrine in Colombo.  © Eranga Jayawardena/Ap/dpa

Titelfoto: Eranga Jayawardena/Ap/dpa

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