Tausende Euro an Terrorhelfer ausgezahlt: Wie konnte es dazu kommen?

Hamburg - Im Fall der fälschlicherweise ausgezahlten knapp 7200 Euro an Terrorhelfer Mounir el Motassadeq (TAG24 berichtete) sollen Justizsenator Till Steffen (Grüne) und Innensenator Andy Grote (SPD) dem Justizausschuss der Bürgerschaft Rede und Antwort stehen.

Eine Geldbörse mit zahlreichen Banknoten (Symbolbild).
Eine Geldbörse mit zahlreichen Banknoten (Symbolbild).  © DPA

Nach einem am Donnerstag einstimmig gefassten Beschluss der sogenannten "Selbstbefassung" werde der Ausschuss die Senatoren voraussichtlich zur Sitzung am 2. Mai einladen, sagte der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Richard Seelmaecker.

Der genaue Termin werde in der kommenden Woche festgelegt.

Im Ausschuss soll unter anderem geklärt werden, wie es dazu kommen konnte, dass dem wegen Beihilfe zum Mord bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verurteilten Marokkaner das Geld von seinem Gefangenenkonto vor seiner Abschiebung aus der Haft im Oktober vergangenen Jahres bar ausgezahlt wurde.

Da Motassadeq wegen seiner Mitgliedschaft im Terrornetzwerk Al-Kaida auf internationalen Terrorlisten steht, sind Zahlungen an ihn einer Verordnung der Europäischen Gemeinschaft zufolge verboten.

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg hat deshalb Ermittlungen aufgenommen.

Ein Polizeihubschrauber mit dem Terror-Helfer Mounir El Motassadeq an Bord verlässt die Haftanstalt "Santa Fu" Fuhlsbüttel.
Ein Polizeihubschrauber mit dem Terror-Helfer Mounir El Motassadeq an Bord verlässt die Haftanstalt "Santa Fu" Fuhlsbüttel.  © DPA

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