Terrorprozess: Mitangeklagter räumt Sympathie für IS ein

Celle - Ein angeklagter Reisebüroinhaber aus Duisburg sagte am Dienstag aus, tatsächlich mit dem IS sympathisiert zu haben.

Das Oberlandesgericht Celle wird während des Prozess stets gut bewacht.
Das Oberlandesgericht Celle wird während des Prozess stets gut bewacht.  © Holger Hollemann/dpa

Allerdings behauptet der Angeklagte, er habe den IS nicht aktiv unterstützt und er habe seine Koranschüler auch nicht zu einer Ausreise in das IS-Gebiet ermuntert. "Anfang 2015 hatte ich eine gewisse Sympathie für diese Terrororganisation, das kann ich nicht abstreiten", sagte der Mann.

Die Anklage wirft dem Türken vor, junge Leute im Hinterzimmer seines Reisebüros in Duisburg-Rheinhausen islamistisch radikalisiert zu haben. Am vergangenen Prozesstag hatte der Mann eine vorbereitete Erklärung verlesen und die Vorwürfe der Anklage zurückgewiesen, am Dienstag antwortete er erstmals auf Nachfragen des Gerichtes.

Der Iraker Abu Walaa und vier Mitangeklagte müssen sich in Celle seit fast zweieinhalb Jahren wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat verantworten.

Sie sollen junge Menschen insbesondere im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt haben. Bislang hatten sie alle zu den Vorwürfen geschwiegen.

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