Polizei stürmt Wohnung wegen Terrorverdachts! Mordanschläge gegen Linke geplant

Gegen 4 Uhr stürmte die Bundespolizei das Grundstück in Rostock. (Symbolbild)
Gegen 4 Uhr stürmte die Bundespolizei das Grundstück in Rostock. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Schwerin/Rostock - Wegen Terrorverdachts sind am Montag in Mecklenburg-Vorpommern Arbeits- und Geschäftsräume von zwei Verdächtigen durchsucht worden.

Der Verdacht richtet sich den Angaben zufolge gegen zwei Personen. Einer davon sei Beamter bei der Polizeiinspektion Ludwigslust, erklärte eine Ministeriumssprecherin in Schwerin. Gegen ihn seien gleichzeitig disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. Die Sprecherin betonte, es handele sich um einen Anfangsverdacht. Ein dringender Tatverdacht bestehe nicht.

Die beiden sollen geplant haben, Vertreter des linken Spektrums zu töten, wie es in einer Mittelung des Generalbundesanwalt heißt. Dazu sollen sie eine Todesliste mit Namen angelegt haben. Den Ermittlern zufolge befürchteten die Verdächtigen eine Zunahme von Anschlägen bis hin zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung als Folge der Flüchtlingspolitik. Sie planten sogar eine Übernahme der Macht.

Den befürchteten Krisenfall hätten sie als Chance gesehen, gegen Linke vorzugehen. Die beiden Verdächtigen sollen sich für diesen Fall bereits mit Lebensmitteln sowie mit Munition für ihre legal beschafften Waffen eingedeckt haben.

Ermittelt werde wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, hieß es weiter.

Schwerbewaffnet mit Spürhunden und Blendgranaten gingen die Einsatzkräfte bei den Durchsuchungen vor. (Symbolbild)
Schwerbewaffnet mit Spürhunden und Blendgranaten gingen die Einsatzkräfte bei den Durchsuchungen vor. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Parallel dazu stürmten schwerbewaffnete Bundespolizisten und Spürhunden ein Wohnhaus im Rostocker Stadtteil Dierkow, wie die SVZ berichtet.

Es sollen Blendgranaten explodiert und Scheiben zu Bruch gegangen sein. Das Grundstück, dass im Fokus der Durchsuchung stand, gehört angeblich einem Bürgerschaftsabgeordneten. Das Blatt beruft sich dabei auf Informationen der Nachbarn. Er soll Mitglied des Rostocker Wählerbündnisses "Unabhängige Bürger FÜR Rostock - UFR" sein, dem auch Oberbürgermeister Roland Methling und seine Ehefrau angehören.

Derzeit ist noch unklar, inwiefern ein Zusammenhang zwischen ihm und den beiden Verdächtigen aus Schwerin bestehen könnte. Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums fanden Durchsuchungen auch bei Personen statt, die als nicht tatverdächtige Dritte geführt werden. Darunter befinde sich auch ein weiterer Polizeibeamter des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Durchsuchung diene dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren. Festnahmen gab es bisher noch nicht.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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