Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst!

Der Verdächtige wurde festgenommen. (Symbolbild)
Der Verdächtige wurde festgenommen. (Symbolbild)

Potsdam - Die brandenburgische Polizei hat in der Uckermark einen 17 Jahre alten syrischen Terrorverdächtigen festgenommen.

Wie Innenminister Karl-Heinz Schröter (63, SPD) am Dienstag in Potsdam mitteilte, hat der junge Syrer einen Selbstmordanschlag in Berlin geplant.

Der 17-Jährige wurde in Gerswalde (zwischen Templin und Prenzlau) in einer Unterkunft für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge festgenommen. Es gab Hinweise aus Berlin und Hessen die zur Ergreifung des Terrorverdächtigen führten, so der SPD-Politiker.

"Es gab einen Brief an die Mutter, aus dem ganz unzweifelhaft seine Absicht hervorging", sagte Brandenburgs Innenminister. Die Mitteilung sei per WhatsApp verschickt worden. Darin heiße es, dass der junge Mann in den Dschihad ziehe. Nach Einschätzung von Ermittlern handelte es sich um einen geplanten Selbstmordanschlag. Zum mutmaßlichen Ort des Anschlags sagte Schröter: "Die Vermutung war Berlin." Der Mann stamme aus Syrien und sei illegal nach Deutschland gekommen, sagte Schröter.

Nach ersten Erkenntnissen war der junge Mann 2015 eingereist und wurde als Asylbewerber registriert. Seit 2016 lebte er in dem Heim in der Uckermark. Spezialeinsatzkräfte nahmen den Mann am Dienstagmorgen fest.

Update 17.52 Uhr:

Im Fall eines in Brandenburg festgenommenen Terrorverdächtigen hat es laut Bundesinnenministerium keine unmittelbare Anschlagsgefahr gegeben. Derzeit lägen dem Ministerium "keine Anhaltspunkte dafür vor, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstand", sagte eine Sprecherin am Dienstag in Berlin. "Die Behörden haben schnell und frühzeitig reagiert, um ein Risiko für die Bevölkerung auszuschließen."


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