Polizei ratlos: So umgehen Musliminnen das Burkaverbot in der Schweiz

Man kennt ihn aus der Medizin. Auch Asiaten nutzen ihn teilweise: Den Mundschutz. Er hilft den Musliminnen in der Schweiz das Burka-Verbot zu umgehen (Symbolbild).
Man kennt ihn aus der Medizin. Auch Asiaten nutzen ihn teilweise: Den Mundschutz. Er hilft den Musliminnen in der Schweiz das Burka-Verbot zu umgehen (Symbolbild).  © Peter Endig/dpa

Tessin - Not macht erfinderisch: Weil das Tragen der Burka im Schweizer Kanton Tessin verboten ist, haben sich einige strenggläubige Musliminnen etwas einfallen lassen.

Das Verbot gilt seit vergangenem Sommer, dennoch sieht man in dem Kanton weiterhin vollverschleierte Frauen herumlaufen. Ihr Trick: Sie tragen lange Kleidung und einen Mundschutz, wie er in der Medizin üblich ist.

Die Polizei steht der Situation ratlos gegenüber. Da die Frauen keine Burka tragen, können die Ordnungshüter nicht wirklich etwas dagegen unternehmen, berichtet die "az".

Im Laufe des Jahres sei das Phänomen aufgetaucht, berichtet der Polizeisprecher Roberto Torrente gegenüber der Zeitung "Gionale del Popolo". Der Sprecher aus dem Tessiner Bezirk Lugano hatte nur eine vage Idee, wie man die Sache eindämmen könne.

So hält er es für möglich, dass man von den Frauen ein ärztliches Attest verlangen könne. Damit sollen sie die Notwendigkeit des medizinischen Grundes nachweisen. Können sie dies nicht, muss der Mundschutz abgelegt werden.

Mehr als eine Idee sei dies jedoch nicht. Der Regierungsrat müsse erst prüfen, ob sie umsetzbar sei.


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