Aus "nichtigem Anlass": 17-Jähriger sticht mehrmals zu und lässt Opfer (19) im Wald liegen

Berlin - In der Nacht zum Samstag wird ein 19-Jähriger mit schweren Verletzungen an Berlins höchstem Punkt, dem Teufelsberg, aufgefunden (TAG24 berichtete). Am Montagabend klickten dann am Flughafen Tegel die Handschellen.

Versuchter Tötungsdelikt auf dem Berliner Teufelsberg.
Versuchter Tötungsdelikt auf dem Berliner Teufelsberg.  © DPA

Es soll ein "nichtiger Anlass" gewesen sein, sagte Justizsprecher Martin Steltner gegenüber der B.Z., warum es zu dieser schrecklichen Tat gekommen sein soll.

Das spätere Opfer war mit seinen Freunden in einen Streit mit einer anderen Gruppe geraten. Kurz darauf eskaliert dieser.

Anschließend wird der 19-Jährige blutüberströmt in einem Waldstück am Teufelsberg im Berliner Ortsteil gefunden.

Mit mehreren Messerstichen im Rücken ging es für den lebensgefährlich verletzten Teenager ins Krankenhaus, wo er notoperiert wird.

Am Montag dann versuchte der mutmaßliche Täter, laut Staatsanwaltschaft ein 17-jähriger Deutsch-Türke, sich am Flughafen Tegel in die Türkei abzusetzen - doch an der Ausreisekontrolle war Schluss.

Aufgrund einer bestehenden Fahndung nahmen Beamte der Bundespolizei den Teenager fest. Am Dienstag erließ der Richter einen Haftbefehl. Die fünf Freunde des Tatverdächtigen wurden nach einer Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt. Laut Polizei bestand kein dringender Tatverdacht mehr.

Die Mordkommission des Landeskriminalamtes ermittelt weiter. Der 19-Jährige hat die OP gut überstanden und befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr.

Titelfoto: DPA


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