Grubenunglück in Teutschenthal: Das ist der aktuelle Stand der Ermittlungen

Teutschenthal - Nach dem Grubenunglück im sachsen-anhaltischen Teutschenthal bei Halle (Saale) hat die betroffene Firma GTS Grube Teutschenthal den aktuellen Stand zu den bisherigen Ermittlungen und den Verletzten bekannt gegeben.

Die Ermittlungen in der Grube Teutschenthal bei Halle (Saale) sind nach der Verpuffung vor über einer Woche noch nicht abgeschlossen.
Die Ermittlungen in der Grube Teutschenthal bei Halle (Saale) sind nach der Verpuffung vor über einer Woche noch nicht abgeschlossen.  © dpa/Holger John

Wie GTS mitteilte, sei nach der Verpuffung letzte Woche Freitag umgehend die Ursachenforschung für das gefährliche Ereignis gestartet. "Im Anschluss an den abgeschlossenen Grubenwehreinsatz und der erfolgreichen Bewetterung des Bereichs fand eine erste Befahrung statt", so Sprecher Fabian Reder.

Vergangenen Montag sei eine interne Untersuchungskommission gegründet worden, die sich zusammen mit externen Gutachtern "intensiv mit der Ursachenfindung auseinandersetzt".

Im ersten Schritt wurde so eine Vielzahl von Daten erhoben, gesammelt und ausgewertet. Im Anschluss fand ein Austausch mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) statt. Von GTS würden weiterhin Proben genommen und von externen Spezialisten analysiert und bewertet werden.

Mitte der kommenden Woche findet eine erneute Grubenbefahrung durch das LAGB, die Kriminaltechnik und der betroffenen GTS statt, kündigte Fabian Reder an. Der Unglücksbereich werde dabei untersucht und begutachtet.

Ein Verletzter weiterhin im Krankenhaus

Das Grubenunglück hatte sich am Freitag der letzten Woche ereignet.
Das Grubenunglück hatte sich am Freitag der letzten Woche ereignet.  © dpa/Holger John

Das Ende der Ursachenforschung ist derzeit nicht absehbar. Der betroffene Teilbereich der Grube wurde bis dahin gesperrt.

Montagnachmittag konnte der Schüttgutversatz wieder in Betrieb genommen werden. Dieser dient dem Ausfüllen von Hohlräumen in der Grube mittels Feststoffen, die zuvor in speziellen Containern unter Tage transportiert wurden.

Gründe für die Freigabe sei zum einen die Einhaltung gültiger strenger Schutz- und Sicherheitsvorschriften. "Zum anderen kommen nur Versatzbaustoffe zum Einsatz, die in Einzelzulassungsverfahren nach der bundesweit implementierten Versatzverordnung geprüft wurden", so GTS-Sprecher Fabian Reder. Zudem sei der Unglücksbereich räumlich von der Versatztätigkeit getrennt.

Der jüngere der beiden verletzten Mitarbeiter (24) konnte das Krankenhaus einen Tag nach dem Vorfall wieder verlassen. Der 44-Jährige befindet sich jedoch weiterhin in stationärer Behandlung. Reder: "Wann er aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, steht momentan noch nicht fest."

Die Grube Teutschenthal existiert seit 112 Jahren.
Die Grube Teutschenthal existiert seit 112 Jahren.  © dpa/Peter Endig

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