Kameras und Wanzen im Rathaus: Überwachten Mitarbeiter ihre eigenen Büros?

Die Kameras sollen in den Büros der zwei beurlaubten Verwaltungsmitarbeiter installiert gewesen sein. (Symbolbild)
Die Kameras sollen in den Büros der zwei beurlaubten Verwaltungsmitarbeiter installiert gewesen sein. (Symbolbild)

Leipzig - Neue Details zur Big-Brother-Affäre im Rathaus von Teutschenthal: Laut Polizei gehören die illegal installierten Kameras der Gemeinde!

"Mit Stand heue kann gesagt werden, dass diese Kameras Eigentum der Stadtverwaltung sind", teilte die Polizeidirektion Süd mit. Abhörgeräte seien bisher nicht gefunden worden.

Am Freitag hatten Mitarbeiter der Verwaltung verwanzte Telefone und illegal installierte Kameras entdeckt (TAG24 berichtete). Der Spitzel-Verdacht unter Kollegen soll schon länger bestanden haben.

Bürgermeister Ralf Wunschinski (CDU) reagierte sofort auf den skandalösen Fund, beurlaubte zwei Mitarbeiter, die mit dem Fall zu tun haben sollen.

Ein weiteres Detail der Big-Brother-Affäre stiftet neue Verwirrung. Nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung" sollen die Kameras aus den Büros der beiden beurlaubten Mitarbeiter stammen.

Überwachten sie also ihren eigenen Arbeitsplatz? Sollte dies wirklich so sein, was trieb sie nur dazu? Fragen, die erst einmal unbeantwortet bleiben. Die Polizei erklärte, die Ermittlungen in dem Fall fortzuführen und diese nach Abschluss der Staatsanwaltschaft Halle (Saale) zu übergeben.

Bis dahin würden keine weiteren Erkenntnisse öffentlich gemacht.


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