Mutter glaubt, dass ihr Sohn eine Erkältung hat, bis sie die niederschmetternde Wahrheit erfährt

Tewkesbury (England) - Es begann mit einem tränenden Auge und endete mit einer niederschmetternden Diagnose: Erst dachte Carly Cooke (33), dass ihr Sohn Harri (4) lediglich an einer Erkältung litt. Dann erfuhr die Engländerin aus Tewkesbury im Januar 2018 die bittere Wahrheit: Der Vierjährige leidet am Ewing-Sarkom, der zweithäufigsten Art von Knochenkrebs.

Carly Cooke mit ihrem Sohn Harri (4).
Carly Cooke mit ihrem Sohn Harri (4).  © Facebook/Screenshot/Carly Cooke

Jetzt wendet sich die zweifache Mutter in mehreren britischen Medien, wie dem "Mirror" zu Wort, um ein Bewusstsein für die schreckliche Krankheit zu schaffen. Carly Cooke, eine selbstständige Massage-Therapeutin, sagte dem Blatt: "Harri hatte oft Erkältungen, sodass ich anfangs nicht viel über sein tränendes Auge nachdachte."

Und auch die Profis erkannten die Gefahr nicht: "Die Ärzte waren sich einig, dass es wahrscheinlich eine Erkältung sei, aber nach einigen Wochen vermuteten sie, dass er einen verstopften Tränenkanal hat. Es schien ihn nicht zu stören, er war die ganze Zeit so glücklich", schilderte Carly Cooke die damalige Situation.

"Aber als sein Gesicht begann anzuschwellen, wurden wir von unserem Hausarzt an einen Augenspezialisten überwiesen. Als wir dort waren, erschienen sechs Ärzte, und alle schienen wirklich besorgt zu sein", so die Britin.

Nach mehreren Untersuchungen kam es Ende Januar zu der Schockdiagnose: Knochenkrebs. Nur sechs Tage später startete Harri am 2. Februar seine erste Chemotherapie. Carly und ihr Ehemann James Cooke (30), der als Mechaniker arbeitet, mussten sich komplett auf Harris Behandlung konzentrieren. Sein Krebs erforderte einen Eingriff, der nur in Amerika verfügbar ist, sowie weitere Behandlungen.

Harri Cooke zeigte sich unglaublich tapfer

Harri verlor während der Chemotherapie seine Haare.
Harri verlor während der Chemotherapie seine Haare.  © Facebook/Screenshot/Carly Cooke

Um Harri die bestmöglichen Chancen zu ermöglichen, erforderte sein Krebs eine Behandlung mit der sogenannten Protonenstrahl-Therapie - eine Art Strahlentherapie, statt Röntgenstrahlen werden Protonen verwendet werden.

Carly Cooke erklärte dem "Mirror": "Ich habe einen jüngeren Sohn namens Josh, der jetzt 14 Monate alt ist, aber wir mussten uns auf Harri konzentrieren. Freunde der Familie haben es geschafft, uns 6.000 Pfund zu sammeln, damit er eine Protonenstrahl-Therapie erhalten kann."

Denn die gesetzliche Krankenkasse in Großbritannien hätte die Behandlung nur teilweise finanziert. Harri unterzog sich 30 Behandlungen in Florida (USA), die jeden Tag sechs Wochen lang unter Vollnarkose durchgeführt wurden, kombiniert mit 14 Chemotherapie-Runden. Dennoch verlor er trotz allem nie sein Lächeln, berichtet seine beeindruckte Mutter.

Zum Glück hat sich alles gelohnt und der Kleine ist auf dem Weg der Besserung, die Krankheit scheint vorerst geheilt. Aber seine Eltern machen sich nun Sorgen, wie seine Behandlung ihn langfristig beeinflussen und was noch alles an weiteren Kosten auf sie zukommen werden. Carly drängt andere Eltern die Anzeichen dieser tödlichen Krankheit zu erkennen, auch wenn sie noch so klein sind und will helfen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass ein Kind betroffen sein kann.

"Die Blutvorräte sind derzeit erschöpft und für Blut- und Thrombozyten-Transfusionen werden Spender benötigt. Wohltätigkeitsorganisationen wie CLIC Sargent, eine Wohltätigkeitsorganisation für krebskranke Kinder, sind hervorragend geeignet, um Familien zu helfen und sie zu informieren", so die 33-Jährige.

Die Familie Cooke im Krankenhaus vereint.
Die Familie Cooke im Krankenhaus vereint.  © Facebook/Screenshot/Carly Cooke

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