Mann will Ex-Freundin töten lassen, doch der Auftragskiller hat andere Pläne

Texas - Er wollte seine Ex-Freundin umbringen lassen, doch mit der Reaktion des beauftragten Killers hatte Keith James Cote aus dem US-Bundesstaat Texas nicht gerechnet.

Keith James Cote hatte es auf seine Ex-Freundin abgesehen.
Keith James Cote hatte es auf seine Ex-Freundin abgesehen.  © Screenshot YouTube/kxan

Sein Plan schien perfekt: Cote heuerte den ehemaligen und schießerprobten US-Marine Joey Sees an. Er sollte seine Noch-Frau SanDee Jones umbringen. Der Grund: Weil Jones sich mit einem farbigen Mann traf, wollte Cote sie beseitigen, wie die "Washington Post" berichtet.

Er fragte Sees, ob er einen Schalldämpfer und eine 9-Millimeter-Pistole besorgen könne und gab ihm vorab 10.000 Dollar. Weitere 15.000 Dollar soll er ihm angeboten haben, "um zuzusehen, wie er ihr eine Kugel in den Kopf jagt".

Sees war sich zunächst nicht sicher, was er denken sollte - war das ein Witz oder ernst gemeint? Das Gespräch war beunruhigend genug, sodass der Ex-Marine mitspielte und vorgab, Jones töten zu wollen. Seine Sorge: Wenn er das Angebot gänzlich ablehnt, könnte Cote einen bereitwilligeren Mitverschwörer finden.

So machte Sees gute Mine zum bösen Spiel. Denn natürlich hatte er nicht vor, die Frau von Cote umzubringen. "Wenn wir in einem Kriegsgebiet sind, versuchen wir nur, nach Hause zu kommen, und wir beschützen uns nur gegenseitig", betont er und mutmaßt: "Ich schätze, er dachte, dass jeder Marine ein Killer ist."

Zum Glück ist dem nicht so. Stattdessen arbeitete Sees mit der Polizei zusammen, um Cote als Auftraggeber eines Mordes zu überführen. Mit versteckter Kamera wurden Gespräche der beiden aufgezeichnet.

Mordkomplott an Ex-Freundin fliegt rechtzeitig auf

Darin erklärte der frustrierte Ex seinen Mordplan im Detail: Nach der Arbeit sollte Sees der Frau auflauern und sie im Auto erschießen. "Hier geht es nicht um Rache, sondern um die Abrechnung", erklärte Cote. Er soll auch gesagt haben, dass er während des Anschlags dabei sein wolle, damit er Jones' Tod beobachten kann.

Als genug Beweise gesammelt waren, um Cote dingfest zu machen, nahm die Polizei ihn fest. Doch er plädierte auf nicht schuldig. Dennoch nahm er sich kürzlich das Leben. Seine Ex hingegen lebt und ist heilfroh, dass der Spuk ein Ende hat.

"Ich weiß, dass ich endlich frei bin, weil ich wusste, dass ich nie frei sein würde, solange er auf dieser Erde ist", sagt Jones. Ihr Ex sei ein Rassist und Kontrollfreak gewesen, habe sie lange Zeit terrorisiert. Umso erleichterter ist sie jetzt: "Ich bin nicht in einem Leichensack. Joey ist der Grund, warum ich am Leben bin."

Der Ex-Marine kann der Sache heute etwas Gutes abgewinnen. "Ich bin nur froh, dass er mich gefragt hat", sagt er über Cote. Nur so habe er den Mordkomplott verhindern können.

Titelfoto: Screenshot YouTube/kxan

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