Sie war ein Internet-Star! Baby-Seekuh "Mariam" stirbt wegen Plastik im Bauch

Thailand - Eine Baby-Seekuh, die auf den Namen Mariam getauft wurde, war schon im Mai in Thailand gestrandet. Seitdem wurde sie von Ärzten und Pflegern versorgt. Aber vergebens. Freitagnacht starb das Tier. Der Grund ist besorgniserregend.

Am Dienstag wurde noch verkündet: "Dugong Mariam kann jetzt essen und schwimmen, da sich ihr Zustand verbessert."
Am Dienstag wurde noch verkündet: "Dugong Mariam kann jetzt essen und schwimmen, da sich ihr Zustand verbessert."  © Screenshot/Twitter/Thai PBS World

Eine Infektion, die durch den Kunststoff in ihrem Darm verursacht wurde, verschlimmerte sich. Ein Stück war sogar 20 Zentimeter groß, berichtet der "Focus". Das Dugong-Baby hatte wohl keine Chance.

"Unsere Rettungsversuche sind gescheitert", so der Direktor des Meereszentrums, in dem die Baby-Seekuh behandelt wurde. "Sie starb an einer Blutinfektion und hatte Eiter in ihrem Magen."

Ein schlimmer Schock. Nicht nur für die behandelnden Ärzte und Pfleger. Die kleine Seekuh hatte sich nämlich zu einem Internet-Star gemausert. Per Live-Stream konnten die Menschen bei den Fütterungen und Behandlungen hautnah mit dabei sein. So eroberte sie schnell die Herzen der Thailänder.

Die Baby-Seekuh war eine gestrandete Waise, die nicht von ihrer Mutter gefüttert werden konnte. Keine Seltenheit in Thailand. Nach Angaben des Meereszentrums stranden die seltenen Dugongs durch die Fischerei und anderen menschlichen Aktivitäten. Außerdem gefährdet die Plastikverschmutzung der Gewässer das Leben der Säugetiere. Wie auch im Fall Mariam.

Ihr Tod ist aber auch ein Weckruf: "Sie ist von uns gegangen, als hätte sie sagen wollen: Bitte sagt allen, dass sie nach uns schauen und die Arten schützen sollen", so eine behandelnde Ärztin auf Facebook.

Thailand trauert um Mariam.
Thailand trauert um Mariam.  © Screenshot/Twitter/Times of India

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