Suff-Fahrer in Thailand müssen in Leichenhalle

Wer sich in Thailand trotz Alkohol im Blut ans Steuer setzt, der muss demnächst in die Leichenhalle (Symbolbild).
Wer sich in Thailand trotz Alkohol im Blut ans Steuer setzt, der muss demnächst in die Leichenhalle (Symbolbild).

Bangkok - Finger weg vom Steuer mit Alkohol im Blut oder ab in die Leichenhalle! Das heißt es demnächst für die Thailänder.

Denn wer sich in Bangkok oder anderen Städten eine Suff-Fahrt leistet und dabei erwischt wird, auf den kommt eine richtig heftige Strafe zu.

Bislang mussten Alkoholsünder dann im Krankenhaus Sozialstunden ableisten, doch nun geht es in die Leichenhalle. "Wir denken, dass die Arbeit in der Leichenhalle den Bestraften klar macht, was bei Unfällen im Zusammenhang mit Trunkenheit am Steuer passieren kann", sagt der thailändische Behördenvertrter Nontajit Netpukkana der AFP.

Der Zeitpunkt der Ankündigung dieser abschreckenden Maßnahme ist nicht zufällig gewählt. Denn am Mittwoch beginnt das thailändische Neujahrsfest "Songkan", bei dem traditionell ausgelassen und mit viel Alkohol gefeiert wird.

Jedes Jahr kommen während der drei Tage hunderte Menschen auf den Straßen bei schweren Unfällen ums Leben. Thailand gilt in Sachen Straßenverkehr nach Libyen als zweitgefährlichstes Land der Welt.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr 24.000 Menschen in Thailand bei Verkehrsunfällen.

Offenbar war die Strafe, im Krankenhaus arbeiten zu müssen, nicht abschreckend genug. Und auch nicht die seit Januar eingeführte Maßnahme, dass Alkoholsünder am Steuer ihr Auto abgeben müssen.

Thailand ist nach Libyen das zweitgefährlichste Land in Sachen Verkehr.
Thailand ist nach Libyen das zweitgefährlichste Land in Sachen Verkehr.

Fotos: imago


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