Sturmschäden immer noch nicht beseitigt: In diesen Wäldern ist Wandern heute lebensgefährlich

Tharandt - Auch wenn uns die Frühlingssonne wieder in die Natur lockt: In vielen sächsischen Wäldern ist es für Spaziergänger und Jogger zum Teil noch lebensgefährlich! Das Sturmtief "Eberhard" hat vor zwei Wochen recht übel gewütet. Absperrungen sollten nicht umgangen werden, warnt der Sachsenforst.

Für Naturfreunde kann ein Spaziergang im sächsischen Wald derzeit recht gefährlich sein. Man unterschätzt die Gefahren.
Für Naturfreunde kann ein Spaziergang im sächsischen Wald derzeit recht gefährlich sein. Man unterschätzt die Gefahren.  ©  Blazej Lyjak

Rund 500.000 Kubikmeter Holz hat der Sturm in ganz Sachsen umgeworfen. Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes (35): "Die Hauptschadgebiete erstrecken sich von Mittelsachsen übers Erzgebirge bis in die Sächsische Schweiz. Besonders hier sollte man die Hauptwege nicht verlassen und Absperrungen respektieren."

So gelten derzeit so beliebte Gebiete wie Tharandter und Rossauer Wald, der Colditzer und Gersdorfer Forst oder auch die Gegend um Grillenburg akut gefährlich. Viele Bäume sind umgestürzt, hängen über Wegen oder in den Kronen der Nachbarn - Laien können das Risiko kaum abschätzen. Coordes: "Zunächst werden die Hauptwege gesichert, damit auch wieder Rettungsfahrzeuge durchkommen."

Die Schäden aus dem Schneebruch, den der Januar vor allem über die Waldgebiete der Forstbezirke Marienberg und Neudorf brachte, konnten weitgehend - bis auf einige Kammlagen - aufgearbeitet werden.

Und wieder knickte ein Sturmtief starke Fichten wie die Streichhölzer um - eine halbe Million Kubikmeter Holz allein in Sachsen.
Und wieder knickte ein Sturmtief starke Fichten wie die Streichhölzer um - eine halbe Million Kubikmeter Holz allein in Sachsen.  © Imago/Blickwinkel
Forstarbeiter – wie hier in der Sächsischen Schweiz – haben alle Hände voll zu tun, bevor der Borkenkäfer angreift.
Forstarbeiter – wie hier in der Sächsischen Schweiz – haben alle Hände voll zu tun, bevor der Borkenkäfer angreift.  © Tomáš Salov

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