Wegen Schießereien von El Paso und Dayton: Das war's für den Horror-Film "The Hunt"

USA - Eigentlich sollte der Film "The Hunt" im September in den amerikanischen Kinos erscheinen. Es wurde heiß diskutiert, sich beschwert und schließlich eine vorübergehende Entscheidung getroffen.

Ob der Film doch noch in die Kinos kommt ist noch unklar.
Ob der Film doch noch in die Kinos kommt ist noch unklar.  © YouTube Screenshot Universal Pictures

Der Film ist fertig. Das Marketing ist angerollt. Alles klar für den Filmstart des heftig kritisierten Horrorfilms "The Hunt". Aber er wird, wie die Daily Mail berichtet, nicht erscheinen.

Worum es in dem Film geht, ist kurz erzählt. Zwölf Menschen werden als "Wild" im Wald ausgesetzt, um dann von reichen Sadisten gejagt und getötet zu werden. (TAG24 berichtete)

Ist natürlich ein hartes Thema und nicht für jeden Filme-Liebhaber einfach wegzustecken. Allerdings für das Genre auch nicht ungewöhnlich. Schon die zuvor produzierte Serie "The Purge" mit ähnlichem Thema erfreute sich großer Beliebtheit. Bei dem Film sieht das jetzt ganz anders aus. Ein regelrechter Shitstorm brach über die Produzenten nach der Veröffentlichung des Trailer herein.

  • "Bitte stoppt den Film, ihr solltet euch wirklich sehr schämen."

  • "The Hunt ist das ekelhafteste und gruseligste von dem ich je gehört habe."

  • "#TheHunt ist einer dieser Filme, von denen ich froh bin, dass sie davon abgehalten werden, veröffentlicht zu werden."

Auch Präsident Trump äußerte sich auf Twitter zu dem Film: "Das liberale Hollywood ist auf höchstem Level rassistisch, und das mit großer Wut und Hass! Sie nennen sich gerne "Elite", aber sie sind keine Elite. Tatsächlich sind es oft die Menschen, denen sie sich so sehr widersetzen, die eigentlich die Elite sind. Der Film, der herauskommt, ist gemacht, um aufzuheizen und Chaos zu verursachen. Sie erzeugen ihre eigene Gewalt und versuchen dann, andere zu beschuldigen. Sie sind die wahren Rassisten und sind sehr schlecht für unser Land!"

Dass es sich um eine Sozial-Satire handelt, erkennt der amerikanische Präsident Donald Trump (73) wie viele andere wohl nicht. Ob man dem Film Rassismus vorwerfen kann, ist auch eher fraglich.

Der offizielle Grund ist aber weder der Twitter-Shitstorm noch die Meinung von Donald Trump, sondern vielmehr die schrecklichen Massen-Schießereien in in El Paso und Dayton, bei denen über 30 Menschen ums Leben kamen. (TAG24 berichtete)

"Wir stehen zu unseren Filmemachern und werden weiterhin Filme in Zusammenarbeit mit mutigen und visionären Machern vertreiben, einschließlich des satirischen Social Thriller, aber wir verstehen, dass es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, diesen Film zu veröffentlichen", so Universal.

Beim Filmfestival in Locarno wurde auch die Schauspielerin Hilary Swank (45) zu dem Film befragt, aber: "Niemand hat den Film gesehen. Man kann nicht wirklich kein Gespräch darüber führen, ohne zu verstehen, worum es geht."

Ob der Filmstart nur verschoben wird oder tatsächlich direkt über den Streamingdienst "Comcast" erscheint, bleibt zunächst noch offen. Ursprünglicher Start in Deutschland war der 28.11.2019.

Titelfoto: YouTube Screenshot Universal Pictures

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