Theater ums Geld. Mitarbeiter sollen auf Teil ihres Gehalt verzichten

Kürzung der Theaterzuschüsse: Zwickaus und Plauens Oberbürgermeister Pia Findeiß (59) und Ralf Oberdorfer (55).
Kürzung der Theaterzuschüsse: Zwickaus und Plauens Oberbürgermeister Pia Findeiß (59) und Ralf Oberdorfer (55).

Plauen/Zwickau - Das Jahr fängt ja gut an! Die Mitarbeiter des Theaters Plauen-Zwickau sollen auf neun Prozent ihres Gehalts verzichten. Das sieht ein neuer Tarifvertrag vor, der für künstlerische Mitarbeiter schon unterzeichnet worden sei, wie das Theater in Plauen mitteilte.

Der Vertrag für den technischen Bereich sei noch nicht unterschrieben. Der Verzicht werde durch freie Zeit ausgeglichen. Der Vertrag gelte rückwirkend zum 1. August und laufe bis Ende 2020.

Der Gehaltsverzicht soll einen sozialverträglichen Stellenabbau ermöglichen. Nach jetzigem Stand müssen bis 2020 von den jetzt mehr als 320 Stellen rund 60 vor allem in Orchester und Chor, aber auch bei der Technik gestrichen werden. Dabei soll es möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Der Grund des Sparkurses: Einem neuen Grundlagenvertrag zufolge wird der jährliche kommunale Zuschuss an das Theater von jetzt rund 16,6 bis 2018 schrittweise auf rund 15 Millionen Euro abgeschmolzen.

Bei dem Theater mit seinen bisher vier Sparten - Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Puppentheater - soll zudem das Puppentheater ausgegliedert werden.

Szenenfoto aus „Monsieur Claude“: Die Künstler des Theaters haben dem Gehaltsverzicht offenbar zugestimmt.
Szenenfoto aus „Monsieur Claude“: Die Künstler des Theaters haben dem Gehaltsverzicht offenbar zugestimmt.

Fotos: Ralf Köhler, PR, Uwe Meinhold


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