Rechtsrock-Festival: Nächstes Gericht muss über Austragung entscheiden

Themar - Ob das für dieses Wochenende geplante Neonazi-Konzert im südthüringischen Themar aus Naturschutzgründen verboten werden kann, soll nun das Oberverwaltungsgericht in Weimar entscheiden.

6000 Neonazis waren im letzten Jahr in Themar gewesen. (Archivbild)
6000 Neonazis waren im letzten Jahr in Themar gewesen. (Archivbild)  © DPA

Der Landkreis Hildburghausen hat nach eigenen Angaben Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Meiningen eingelegt. Es hatte zuvor ein Verbot des Rechtsrock-Festivals aufgehoben.

Der Landkreis will die Veranstaltung am Freitag und Samstag verhindern, weil in der Nähe seltene Vogelarten ihre Jungen aufziehen und durch die Rechtsradikalen gestört werden könnten.

Das Verwaltungsgericht Meiningen hatte dagegen keine ausreichenden Anhaltspunkte für zu erwartende Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz gesehen. Der Veranstalter hatte sich gegen das Verbot gerichtlich gewehrt.

Zu dem Festival reisten im vergangenen Jahr rund 6000 Rechtsextreme aus ganz Europa an. Es galt als das größte Rechtsrock-Konzert in Deutschland. Während der Veranstaltung sollen Besucher und Band-Mitglieder "Sieg Heil" gerufen haben. Außerdem sollen damals indizierte Lieder gespielt und der Hitler-Gruß gezeigt worden sein.

Wie im vergangenen Jahr sind in Themar zahlreiche Gegenproteste geplant, sowie ein Marsch, der an die Todesopfer rechter Gewalt erinnern soll.

Titelfoto: DPA


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