Nationaltorwart schießt gegen die Medien: "Respektlos" und "Unsinn"!

Madrid - Es reichte Thibaut Courtois (27)! Der Torwart von Real Madrid kritisierte die Medien, die geschrieben hatten, dass er an einer Angststörung leiden würde.

Thibaut Courtois qualifizierte sich am Donnerstag mit Belgien für die EM 2020.
Thibaut Courtois qualifizierte sich am Donnerstag mit Belgien für die EM 2020.  © dpa/Dirk Waem/BELGA

Das spanische Online-Portal "Okidario" verbreitete diese Information exklusiv, doch viele andere Medien sprangen mit auf und vermeldeten die Diagnose ebenfalls.

Real dementierte diese Gerüchte schon in einer Pressemitteilung vor mehreren Tagen mit den Worten: "Bei Thibaut Courtois wurde Gastroenteritis (Entzündung der Schleimhäute von Magen und Darm) diagnostiziert und er wurde wegen Dehydrierung und Elektrolytungleichgewicht behandelt, deswegen konnte er das Spiel nicht zu Ende machen."

Nun meldete sich laut "Kicker" auch der 76-fache belgische Nationaltorwart zu Wort - und zwar deutlich: "Ich bin sehr glücklich und ich habe keine Angstzustände", stellte er klar.

Er fügte noch hinzu: "Verantwortung der Medien bedeutet, keine Lügen und Unsinn zu publizieren über Dinge wie diese, denn am Ende des Tages gibt es Menschen, die wirklich an diesen Problemen leiden. Ich denke, es ist respektlos gegenüber diesen Leuten, und auch gegenüber mir als Spieler."

Courtois ist mittlerweile wieder fit und stand für Belgien am Donnerstag beim 9:0-Kantersieg gegen ein heillos überfordertes San Marino wieder im Tor. Er durfte am Ende nicht nur den Dreier feiern, sondern auch die feststehende Qualifikation der "Red Devils" für die Europameisterschaft 2020.

Thibaut Courtois ist bei Real Madrid umstritten

Thibaut Courtois (r.) wird von einigen Real-Fans kritisch gesehen.
Thibaut Courtois (r.) wird von einigen Real-Fans kritisch gesehen.  © dpa/Manu Fernandez/AP

Anders als im Nationalteam wird Courtois in Madrid durchaus kritisch gesehen. Er patzte einige Male, was die Stimmen der Zweifler laut werden ließ, obwohl er oft genug seine Weltklasse nachgewiesen hat.

Schließlich wurde er nicht umsonst zum besten Keeper der Weltmeisterschaft 2018 in Russland gewählt. Dazu demonstrierte er seine herausragenden Fähigkeiten auf der Linie und in der Strafraumbeherrschung schon beim FC Chelsea, Atletico Madrid (jeweils 154 Spiele) und dem KRC Genk (45 Partien).

Doch die Ansprüche bei den Königlichen sind andere - gerade, wenn man auf einen Publikumsliebling wie Keylor Navas folgt, der wegen des Belgiers zum FC Paris Saint-Germain verliehen wurde und dort nun die Nummer eins ist.

Courtois hat nun mit dem französischen Nationalkeeper Alphonse Areola erneut einen starken Konkurrenten, der sich seinen Stellenwert im Santiago Bernabeu aber erst noch erarbeiten muss.

Auch Courtois fehlt noch dieses eine, entscheidende Match, in dem er seiner Mannschaft den Sieg rettet. Erst dann dürfte er auch bei den anspruchsvollen Real-Fans endlich vollends akzeptiert werden.

Mehr zum Thema Fußball International:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0