Thomas Cook: Springt die Bundesregierung jetzt für geschädigte Touristen ein?

Frankfurt am Main - Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios plant das Kabinett am Mittwoch darüber zu entscheiden, ob die Bundesregierung für den entstandenen Schaden der Thomas Cook-Pleite (TAG24 berichtete) einspringen will. Immerhin geht es dabei um eine Schadenssumme von etwa 500 Millionen Euro.

Können die geschädigten Pauschal-Touristen bald aufatmen? (Archivbild)
Können die geschädigten Pauschal-Touristen bald aufatmen? (Archivbild)  © dpa /Clara Margais

Geschädigt wurden hauptsächlich Touristen, die über das Reiseunternehmen Thomas Cook ihre Pauschalreisen schon bezahlt hatten, diese durch die Pleite nicht antreten konnten und nun auf den Kosten hängengeblieben sind. (TAG24 berichtete)

Der zuständige Versicherer für die Reisen "Zurich Versicherung" wird durch die zu niedrig abgeschlossenen Versicherungshöhen nicht für jeden entstandenen Schaden aufkommen können, beziehungsweise müssen.

Versichert wurde nämlich nur bis zur gesetzlichen Haftungsobergrenze für Pauschalreisen.

Das waren insgesamt gerade einmal 110 Millionen Euro.

Im Falle einer Insolvenz sollte dieser Betrag ausreichen, um die dadurch entstehenden Schäden auszugleichen.

Tun sie aber nicht einmal ansatzweise.

Die Versicherungshöhe ist zu gering

Der entstandene Schaden liegt bei 300 Millionen bis 500 Millionen Euro. (Archivbild)
Der entstandene Schaden liegt bei 300 Millionen bis 500 Millionen Euro. (Archivbild)  © dpa/Eurokinissi/-

Der tatsächliche entstandene Schaden liege nämlich, laut Experten, zwischen 300 Millionen und 500 Millionen Euro.

Eine erhebliche Diskrepanz von mindestens 190 Millionen Euro.

Nicht einmal die Hälfte der Schadenssumme wird somit von der Versicherung beglichen werden können.

Aber geschädigte Touristen können demnächst eventuell aufatmen.

Für die restlichen 190 Millionen Euro, will nämlich die Bundesregierung einspringen.

Ob das tatsächlich funktionieren kann, soll jetzt im Kabinett besprochen werden.

Zurich Versicherung wird nicht für den gesamten entstandenen Schaden durch Thomas Cook-Pleite aufkommen. (Archivbild)
Zurich Versicherung wird nicht für den gesamten entstandenen Schaden durch Thomas Cook-Pleite aufkommen. (Archivbild)  © dpa /Frank Rumpenhorst

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