Thomas Gottschalk schreibt auch ohne Punkt und Komma!

Bereits am Nachmittag traf Gottschalk sich mit seinem Schulfreund Pater Rudolf Welscher (65) von der St.-Nepomuk-Kirche.
Bereits am Nachmittag traf Gottschalk sich mit seinem Schulfreund Pater Rudolf Welscher (65) von der St.-Nepomuk-Kirche.

Von Sabine Leppek

Zwickau - Dass er reden und auf der Showbühne ein Millionenpublikum begeistern kann, wusste jeder. Mit seiner Autobiografie „Herbstblond“ zeigt Thomas Gottschalk (65) aber, dass er auch schreiben kann.

Gerade auf Lesetour unterwegs, stellte der Entertainer nun sein Buch in Zwickau vor.

In einer Autobiografie fängt man üblicherweise vorne an, und das tut auch Gottschalk. „Dazu verpflichten mich schließlich meine zwei Semester Germanistik“, scherzt der Entertainer zu Beginn der Lesung und schwört, dass jedes Wort von ihm selbst stamme „und nicht von einem professionellen Hilfsdichter“.

Nur mit der Kommasetzung hätte er so seine Probleme gehabt.

Souverän und witzig, wie man ihn kennt: Thomas Gottschalk (65) Montagabend bei seiner Lesung in Zwickau.
Souverän und witzig, wie man ihn kennt: Thomas Gottschalk (65) Montagabend bei seiner Lesung in Zwickau.

„Ich rede ohne Punkt und Komma, also schreibe ich auch so. Meine Lektorin Else Buschheuer hatte dann die ehrenvolle Aufgabe, rund 700 Kommas nachträglich zu setzen.“

Gut eine Stunde liest Gottschalk aus seinem Buch und erzählt Anekdoten aus seinem Leben, von ersten Liebesabenteuern, seiner Hochzeit, der Zeit als Radiomoderator, aus seiner „Wetten, dass..?“-Zeit.

Auf seine unterhaltsame und witzige Art fesselt er die Zuschauer bis zur letzten Minute. Nur eine Frage blieb am Ende: „Herbstblond“, der Titel des Buches, klingt nach einer Drogeriemarkt-Tönung für ergraute Herren. Eitelkeit also?

Gottschalk: „Ich habe mit dem Älterwerden eigentlich kein Problem, nur dass man es sieht, finde ich scheiße.“

Fotos: Ralph Köhler/ propicture


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